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Thema: EU-Projekte/Gelder Sinn....losigkeit

  1. #1
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    Standard EU-Projekte/Gelder Sinn....losigkeit

    Steuerverschwendung für sinnlose Projekte gibt es wohl in allen Ländern. Deutschland ist da keine Ausnahme, wie die vielen Kopfschüttelbeispiele z.B. aus der Satiresendung Xtra3 vom NDR zeigen.
    Auf Kreta, und auch im restlichen Griechenland, fallen mir immer wieder die großen EU-Schilder auf. Hier steht, leider nur in griechisch, (wohl) drauf, was gemacht wurde, und wie teuer es war.
    Mir geht es nicht um die, mit Sicherheit mehrheitlich, sinnvollen Verwendungen, sondern um die Schwachsinnigen !
    Vielleicht kann ja auch jemand aufschlüsseln, was auf diesen Schildern steht.

    Ich fange mal mit vier Beispielen an, die noch garnicht so alt sind.

    Ganz aktuell aus 2018 war ich Karanos (Nähe Lakki, Weg zur Omalos). Ein präparierter Wanderweg für € 80.000, wunderschön gelegen usw. Leider steht der in keinem Reiseführer (in Wanderführern??) und ist total unbekannt. Es ist fraglich, ob er gepflegt wird, bei meiner diesjährigen Wanderung hatte ich diesen Eindruck nicht. Und für wen wurde er hergerichtet?
    Siehe auch
    http://www.kretaforum.info/showthrea...lucht&p=315225

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    Im gleichen Urlaub war ich in Aptera. Hier wollte ich mir auch das türkische Kastell ansehen. Naja, ist ja nur ein Kasten mit hohen, dicken Mauern, eher pragmatisch als schön. Vielleicht ist innen ja was interessantes. Am Eingangstor angekommen leuchtet mir das, schon etwas eingewachsene,EU Schild entgegen. Aber mit Innenbesichtigung war wohl nix, Tor verschlossen, keinerlei Hinweise auf Öffnungszeiten. Also einen, nicht gerade schönen, Steinklotz für € 881.000 restauriert, den man sich nicht einmal ansehen kann.

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    2016 war ich (endlich mal !) zum ersten mal in Eleftherna. Auf dem Weg fiel ein Neubau auf einer Anhöhe auf. Hmm, wer baut hier denn sein Firmengelände hin?? Denkste ! Da haben die doch tatsächlich ein Museum für € 3,38 Millionen hier in die Pampa gesetzt!
    Meine spontanen Gedanken : durch Individualtouristen kann sich das nicht halten, da müssen schon dutzende von Bussen über die engen Bergstrassen fahren und die Touristen herkarren. Pauschalis wollen Ausgrabungsstätte und Museum, aber kein Pauschali will hier kilometerweit für die spärlichen antiken Reste durch die Gegend laufen. Naja, in Kombination mit Kloster Arkadi vielleicht...neee, das wird nix.
    Hat jemand Informationen, ob hier was los ist? Werden von den Touristenorten wirklich Bustouren hierher angeboten? Würde mich wirklich brennend interessieren.

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    Auf dem Peleponnes habe ich 2017 ein Meisterwerk der Straßenkreuzungskunst gesehen, allerdings ohne EU-Schild. In Karitena gab es mal eine Kreuzung. Eine Hauptstrasse mit zwei Abzweigungen. So ähnlich, als wenn bei uns in der Provinz von einer Kreisstrasse zwei andere Kreisstrassen abzweigen. Wenig Verkehr, da tut's 2x Vorfahrt gewähren und 2x Vorfahrtstrasse. Aber in Karitena sollte es mal was ordentliches sein !!!

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    In Karitena gibt es auch eine Burg. Sie ist schon von weitem sichtbar und liegt total schön auf einem Berg (wo denn sonst). Der Weg vom Ort hierher wurde befestigt und gepflastert, ist schön geworden! Aber das Kassenhäuschen hätten sie sich sparen können! Ich glaube nicht, daß hier jemals Eintritt verlangt wird!

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    Habt Ihr auch Beispiele?

    Grüße von einem grundsätzlich schon, aber immer hinterfragenden, Kretaverliebten...
    Harald

  2. #2
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    Moin,
    zu dem Museum in Eleftherna kann ich nur sagen: Letztes Jahr im Juni war schon einiges los. Jeden Tag Kleinbusse, aber auch Reisebusse, die zum Museum fuhren. Ich bin fast jedes Jahr in Eleftherna, und weiss das einige Einwohner grosse Hoffnung in das Museum hatten, was den Tagestourismus betrifft, sprich Touris die nicht nur durchfahren, sondern auch mal anhalten, was essen etc.
    Und dieses Museum ist ja nicht nur für uns Touris, habe z. B. oft Schulklassen gesehen.

  3. #3
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    Vor Jahren hab ich auch mal alle entsprechenden Schilder fotografiert und mich aufgeregt (vor allem wenn es um sinnlosen Straßenbau auf abgelegenen Inseln geht).
    Ich lasse es längst wieder. Irgendjemand wird schon profitiert haben. Wenn auch nicht unbedingt die Umwelt oder die Allgemeinheit.
    Und solange man in Stuttgart Milliarden für ein schwachsinniges Bahnprojekt verbuddelt....


    Ohne Schild: ich war jetzt auf der Insel Serifos. Der lebendige Hafenort mit dem Hauptort Chora darüber liegen Luftline nur zwei Kilometer auseinander. Im Inselnorden, eine halbe Busstunde vom Hafen über eine kurvige Straße entfernt, liegt das Dorf Panagia. Dort wohnen nur noch alte Leute, es gibt ein alte Kirche und ein Ouzomezedopantopoleio, beides im Mai geschlossen.
    Ich hab mit dem Nachmittagsbus eine Inselrundfahrt gemacht und wundere mich auf der Rückfahrt warum der (bis dahin leere) Bus in Panagia auf einer Wendeplatte einrangiert und wartet. Dann kommt ein Dutzend Grundschulkinder, vielleicht 3. Klasse, samt Lehrerin aus einem Gebäude und steigt in den Bus. Die Rückfahrt war entsprechend laut. Oberhalb des Hafenortes steigen weitere Kinder ähnlichen Alters ein, dort ist auch eine Schule, nur 5 Busminuten von Hafen und Chora entfernt. Am Hafen sind dann alle ausgestiegen.
    Ich frag am Abend das Zimmermädchen meines Quartieres, ob das ein Schulausflug war oder ob die Kinder (Grundschule!) täglich so weit fahren müssten. Ja, das müssten sie. Die Schule ist dort. Einigen Kindern würde es im Bus schlecht werden.
    Selbst wenn die nahe Schule vielleicht zu klein ist: wieso macht man so was wenn man nicht irgendwo Fördergelder kassiert? Nach den Kindern (und den Eltern) fragt dann keiner....


    PS. das Museum in Eleftherna ist schön. Das Geld ist schon sinnvoll angelegt. Man ist ja auch stolz auf die Fundstücke von hohem Rang und die Präsentation dort.
    Grüßle,
    Kithira
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  4. #4
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    zu Eleftherna stimme ich Kithira und Silvi79 zu. Zum zweiten Mal war ich im vergangenen Herbst dort an einem Samstag, außer uns mehrere Busse mit Griechen. Das fand ich doch sehr erfreulich, für uns war das kleine Musuem damit allerdings überfüllt und wir fuhren weiter, um an einem anderen Wochentag wieder zu kommen. Das Museum ist wirklich besonders informativ, und soo groß ist es nun auch wieder nicht. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Tavernen in der Umgebung gut besucht waren. Individualtouristen verbinden Eleftherna auch gerne mit einem Besuch vom "Töpferdorf" Margeritas und natürlich mit Arkadi.

    Das türkische Kastell bei Aptera will ich mir auch schon seit Jahren ansehen. Ich sehe das genauso, viel Geld investiert und dann kann man nicht rein...

    Wie lange der Koules in Iraklio geschlossen war, entzieht sich meiner Kenntnis. Als ich im Jahr 2012 zum ersten Mal auf Kreta war, kannte ich ihn mit blauem Schutznetz umhüllt.
    Und dann plötzlich, ich glaube es war 2016 Wiedereröffnung als Museum. Sehr schön gemacht. Ob da Euro-Gelder im Spiel waren, weiß ich allerdings nicht und mir ist kein Schild aufgefallen.

    Ich denke, für solche Kulturdenkmäler ist die Kohle gut investiert, sollte aber trotzdem mit Bedacht getan werden und ein Hinweisschild als Anerkennung ist ein bisschen wenig.

    Von einem sinnlosen Straßenbau kann ich auch berichten: ein Ausflug durch das Amari-Tal, eine breite, komfortable neue Straße, finanziert mit EU-Geldern, so gut wie gar nicht frequentiert
    Geändert von chicarena (15.June.2018 um 09:42 Uhr)

  5. #5
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    Standard Schwachsinnig

    Hallo miteinander,
    also ich halte ja insbesondere die Art der Diskussion zu dem Thema für reichlich bedenklich.
    Man kann ja die diskutierten Projekte durchaus hinterfragen.
    Und z.B. beim Museum würde man ja wohl schon eines Besseren belehrt.
    Und nur weil ein historisches Gebäude mit dem Geld der EU vor dem Verfall gerettet wird, heißt das noch lange nicht, dass man sich das Recht zum Eintritt erkauft hat.
    Wie gesagt: Hinterfragen, ja, aber alles mal pauschal als "schwachsinnig" zu bezeichnen, halte ich für reichlich anmaßend.

    Jörg

  6. #6
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    naja, "schwachsinnig" ist sicher übertrieben. Es gibt aber ganz sicher schwachsinnige Beispiele überall und eine Diskussion darüber halte ich für zulässig. Auch überall. Allerdings sollte man sich als Gast in einem anderen Land schon überlegen, wo die Grenzen des Anstandes verletzt werden.

    Jörg, um ein gekauftes Recht zum Eintritt ging es m.E. nicht; selbstverständlich kann man Eintritt verlangen, wenn er denn möglich wäre. Und dass nicht alles sofort und gleich möglich ist, ist auch okay. Aber in manchen Fällen dauert es eben ziemlich viele Jahre. Ich finde, sich zu wundern, ist dann schon berechtigt!

    Die Tickethäuschen machen natürlich wenig Sinn, wenn sie nicht besetzt werden (können). Auch in Aptera habe ich das häufig erlebt. Aber natürlich muss man sich gleichzeitig fragen, ob ein solches Tickethäuschen besetzt sein muss, wenn nur wenige Interessierte vorbei kommen.
    An einem anderen Beispiel zeigt sich, dass durchaus vernünftige Überlegungen gegeben haben muss: Parkplatz vor dem Abstieg über die Stufen zum Preveli-Strand, in der Saison wird kassiert, außerhalb der Saison eben nicht, da kann man ohne zu zahlen parken und die Treppen runter gehen. Ob dort die EU im Spiel war, weiß ich jetzt nicht.
    Jemanden zu bezahlen, der stundenlang dort Dienst macht, wenn keiner kommt, ist ja auch sinnlos.

  7. #7
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    Am Meisten ärgere ich mich immer, wenn man am Beginn einer neuen Straße das "teure EU-Schild" sieht und direkt danach sich schon wieder das Unkraut zwischen dem Asphalt hervordrängt - also ist nicht gut gearbeitet worden - der Untergrund stimmt nicht. Ob das nach der Fertigstellung irgendjemand kontrolliert, nachdem das Geld geflossen ist?

    vg krassi

  8. #8
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    Schwachsinnig trifft es schon.
    Also den Herren H. aus bei Bremen.
    Kein Wort Griechisch können, aber …
    Die griechische nicht von der EU-Fahne unterscheiden können (Aptera), aber …
    Nicht in einem der gelungensten und international anerkanntesten Museen drin gewesen, aber …
    Tut mir leid, dass Aptera nicht aussieht wie Neuschwanstein.
    Da verwechselt einer "hinterfragen" mit "Hinterwäldler".

  9. #9
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    Na endlich geht's mal zur Sache !
    Danke Düonissoss (ich kann ja kein Wort griechisch)

  10. #10
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    Zitat Zitat von Dionysios Beitrag anzeigen
    Schwachsinnig trifft es schon.
    Also den Herren H. aus bei Bremen.
    Kein Wort Griechisch können, aber …
    Die griechische nicht von der EU-Fahne unterscheiden können (Aptera), aber …
    Nicht in einem der gelungensten und international anerkanntesten Museen drin gewesen, aber …
    Tut mir leid, dass Aptera nicht aussieht wie Neuschwanstein.
    Da verwechselt einer "hinterfragen" mit "Hinterwäldler".
    Auch das türkisch Kastell ist mit EU fördergeldern restauriert worden.
    Ansonsten stimme ich Dir zu;)
    Eleftherna ist eins der anerkannstesten Museen in Hellas und jeden Cent wert!
    Ausserdm werden sich die Kisten schnell amortisieren, da immer gut besucht!

  11. #11
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    also gerade in Eleftherna von spärlichen antiken Resten zu sprechen ist schon ein Ding. Auf Grund des Hinweises des Autoren H., dass er erstmals in E. war, ist mir das zunächst entgangen.
    E. gehört neben Aptera eindeutig zu den weitläufigsten und vielschichtigsten Ausgrabungen auf Kreta und es gibt immer noch zu tun dort. Insofern ist auch der Bau des Museums absolut schlüssig und Kriti 33 hat Recht damit, da lohnt sich jeder Cent - und jeder km, um hin zu gelangen.

  12. #12
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    Hallo chicarena,

    wo verläuft denn diese Straße im Amari Tal? War schon länger nicht mehr dort.
    Zitat Zitat von chicarena Beitrag anzeigen
    Von einem sinnlosen Straßenbau kann ich auch berichten: ein Ausflug durch das Amari-Tal, eine breite, komfortable neue Straße, finanziert mit EU-Geldern, so gut wie gar nicht frequentiert
    @ll & Harald
    Das Museum in Elefterna wurde erst am GR Pfingstsonntag 2016, dem 19. Juni, offiziell eingeweiht. Das Gebäude selbst wurde viel früher fertiggestellt. Vielleicht ist der Threadstarter ja schon vor der Eröffnung des Museums daran vorbei gefahren und konnte es noch gar nicht besichtigen......
    Den meisten Bewohnern der Region wurde überhaupt erst nach dem Bau des Museums klar, welchen archäologischen Schatz sie mit den Ausgrabungen von Elefterna in ihrer Umgebung haben.
    Im Übrigen wurde der Baupreis vom Staate Griechenland UND der EU getragen (siehe vom Threadstarter fotografiertes Schild).

    Grüße von DER Insel
    aleka
    Those who cannot remember the past are condemned to repeat it!
    J. Santayaga

  13. #13
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    Wir waren im Mai 2017 im Museum von Elefterna, schön präsentiert alles und auf jeden Fall interessant. Danach haben wir die Nekropole besucht, auch toll. Dann wollten wir noch die andere Stätte auf der anderen Seite des Hügels aufsuchen, aber Pustekuchen. Auch dort wurde ein Kassenhäuschen hingebaut, war aber wohl noch nie in Betrieb, alles schon wieder verwahrlost, die eingezäunte Stätte vom Gras überwuchert. In Aptera haben wir uns auch gefragt, warum man alles zuwuchern lässt und und erst im Mai anfängt, nur schmale Wege frei zu mähen. War etwas mühsam, zu den Gebäuden zu gelangen. Na ja, ist halt Kreta.

  14. #14
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    [QUOTE=aleka;315273]Hallo chicarena,

    wo verläuft denn diese Straße im Amari Tal? War schon länger nicht mehr dort.

    Hallo Aleka, leider kriege ich das aus der Erinnerung nicht mehr hin; auch nicht mit Hilfe einer Karte (auf der diese Straße noch nicht verzeichnet ist).
    Ich bin da einfach nur so ins Blaue gefahren und wollte einfach nur rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause.

  15. #15
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    Tatsächlich steht das Museum von Eleftherna im Programm eines Reiseveranstalters, der preiswerte Kreta-Reisen auch im Winter anbietet. Zusammen mit Arkadi. Gestern zufällig gesehen.
    Grüßle,
    Kithira
    --
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  16. #16
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    Kithira, es liegt doch auch nahe, dass das angeboten wird. Klingt so, als würdest Du Dich wundern. Sorry, falls ich mich täusche!
    Es gibt dort sogar reichlich Parkfläche.

    Was mir persönlich gefallen würde, wenn es auch eine kleine Cafeteria oä gäbe (gilt auch für Aptera). Man konnte noch nicht mal eine Flasche Wasser kaufen als ich da war. Als ich auf Grund der Hitze das Gefühl hatte, jeden Moment umzufallen, bot mir eine freundliche Mitarbeiterin Wasser aus ihrem privaten Proviant an.
    Vermutlich werden die Tavernen in der Umgebung im Winter vorläufig noch geschlossen bleiben. Da aber der Winter-Tourismus offensichtlich im Kommen ist, wird sich vielleicht bald einiges verändern.

    Ein Museum mit einer Möglichkeit, Getränke und Snacks zu konsumieren, hat sicher mindestens genauso viel Potential wie eine "Kantina" an einem Strand. Kommt halt auf das richtige Maß an, so dass für die Tavernen noch genug Gäste bleiben.

  17. #17
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    Nein, ich wundere ich überhaupt nicht. Ich wollte nur sagen, dass nicht nur Individualurlauber den Besuch von Eleftherna mit dem von Arkadi verbinden.

    Ich war im Januar dort, nicht gerade repräsentativ. Es gibt einen Getränkeautomaten dort beim Tickethäuschen, der war aber defekt. Platz für eine Taverne oder eine Cafeteria ist ja gar nicht vorhanden oder vorgesehen. Vielleicht sollen die Besucher zum Essen ja eben in die umliegenden Dörfer gehen. Dann hat man dort auch etwas davon.
    Grüßle,
    Kithira
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  18. #18
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    ja das ist richtig, nicht nur die Individualreisenden sondern auch Pauschalreisende und Reisegruppen kommen nach Eleftherna. Gut so. Wird schon...
    Verbesserungsfähig ist m.E. noch die Möglichkeit, sich anhand eines Flyers o.ä. zum Mitnehmen, nicht nur in Griechisch, schlau machen zu können. Nicht nur in Eleftherna. Oft sind solche kleinen Helfer/Mini-Führer aktuell nicht in Englisch vorhanden, oder überhaupt nicht. . Ich denke schon, dass das ein wirksames Mittel wäre, Promotion für kretisches Kulturerbe wirksam umzusetzen. Verständlich ist das Nicht-Vorhandensein dann, wenn es einen Bookshop oä gibt. Gibt es aber nicht überall..

    kein Platz? das sehe ich aber anders. Platz für ein Büdchen ist doch genug vorhanden! zB auf dem Parkgelände

    Der Getränkeautomat ist dann wohl neu; in diesem Jahr war ich noch nicht dort. Freut mich. Klar sollen die Besucher zum Essen in die umliegenden Dörfer gehen, aber sie können doch Durst oder den ganz kleinen Appetit vorab direkt vor Ort stillen und sich den Hunger für die Tavernen aufheben! So schön und informativ das Museum auch ist, ein bisschen anstrengend ist es auch, wenn man sich intensiv mit den Artefakten und den Dokumentationen beschäftigt. Bin ich die Einzige, die dann eine kleine Pause braucht?

  19. #19
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    Warum regen wir Ausländer uns darüber auf - vielleicht wollen es die Kreter nicht - es ist ihre Insel!

    Typisch deutsch - hier kann noch was hin - da fehlt noch was . Vielleicht ein Büdchen oder der fehlende Getränkeautomat? Wenn man unterwegs ist, nimmt man sich Wasser mit für den Weg.

    Wir sind da Zugereiste oder Urlauber und haben nicht das Sagen.

    Am Ende ist Kreta so zugebaut wie die Costa Brava oder Mallorca. Das will hoffentlich auf Kreta Niemand.

    vg krassi

  20. #20
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    Also eine kleine, gemütliche Cafeteria gehört zu einem Museum schon dazu. Ist ja auch ein Ort der Begegnung. Auch zwischen Gästen und Mitarbeitern.
    Und nach all den Eindrücken und Informationen braucht das Gehirn einfach einen Elliniko oder einen Espresso, bevor man wieder in den Wagen steigt.

  21. #21
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    wer regt sich denn auf, Krassi?
    Es geht auch darum, wer "das Sagen hat", sondern darum, dass man sich auch als Ausländer darüber Gedanken macht, wie mehr Kohle reinkommen könnte. Das sollen die Kreter nicht wollen?

  22. #22
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    Die hab ich ich auch schon vermißt, Dionysi.
    Und 'nen hochwertigen Museums-Schop......

    Allerdings gibt es kurz vor Eleftherna, vom Museum kommend, eine ganz reizende kleine Cafeteria/Taverne auf der rechten Straßenseite. Man hat, auf einer RasenTerrasse sitzend, einen tollen Blick auf die Ausgrabung von "Orthi Petra" und zum Meer.

    Grüße von DER Insel
    aleka
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    J. Santayaga

  23. #23
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    Zitat Zitat von chicarena Beitrag anzeigen
    leider kriege ich das aus der Erinnerung nicht mehr hin; auch nicht mit Hilfe einer Karte (auf der diese Straße noch nicht verzeichnet ist).
    .
    Hallo chicharena,
    schade, daß Du Dich nicht erinnern kannst, bin immer an neuen Strecken in altbekannten Gebieten interessiert.
    Trotzdem Danke für Deine Bemühungen!

    Grüße von DER Insel
    aleka
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    J. Santayaga

  24. #24
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    Hallo Aleka,
    im Prinzip sehe ich das genauso; ich möchte auch immer gerne auf dem neuesten Stand sein. Schade finde ich es aber auch ein wenig, dass wegen der schönen neuen Trassen die kleinen und in meinen Augen meist idyllischen Dörfer dann abseits liegen. Schwer zu sagen, ob das nun für die Bewohner dieser Dörfer gut oder schlecht ist.
    Vielleicht zieht es mich ja mal wieder dorthin. Dann passe ich besser auf.
    Rena

  25. #25
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    Ich denke, sie meint die vor fünf Jahren erweiterte Landstraße "Επαρχιακός Οδός Γαρακαριού - Σπιλίου", also von Garakari kommend Richtung Spili. Der Abschnitt der Landstraße wurde enorm verbreitert, fast autobahnmäßig.
    LG,Tom
    Zitat Zitat von chicarena Beitrag anzeigen
    Hallo chicarena,
    wo verläuft denn diese Straße im Amari Tal? War schon länger nicht mehr dort.
    Hallo Aleka, leider kriege ich das aus der Erinnerung nicht mehr hin; auch nicht mit Hilfe einer Karte (auf der diese Straße noch nicht verzeichnet ist).
    Ich bin da einfach nur so ins Blaue gefahren und wollte einfach nur rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause.

  26. #26
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    kann gut sein, dass ER (der Tom ) damit Recht hat.
    Fast autobahnmässig trifft es ziemlich gut.

  27. #27
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    Nach einer Woche Urlaub bin ich wieder da.
    Mein "schwachsinnig" scheint ja viele Gemüter zu erregen...zumindest ist durch die "leichte Provokation" ja ein reger Ausstausch entstanden
    Hier wird ja rege diskutiert, ich gehe mal auf ein paar Sachen ein.
    schrej :
    Es liegt mir fern, den Einlass in das Kastell zu erzwingen, nur weil die Restauration durch EU Mittel geschehen ist. Ich besichtige aber nunmal gerne archäologische Stätten, und finde es schade, daß es hier nicht möglich ist.
    Als ich am 19.5.2018 morgens um 11 in Aptera war, waren schon ein Kleinbus und 5 Mietwagen vor Ort, es war also schon Betrieb. Auf meinem Weg zum Kastell kam mir sogar ein großer Reisebus entgegen, vielleicht hatten DIE ja einen Schlüssel dabei?!?

    Die Freilegung des kleine Theaters kann man übrigens schön über die Zeitleistenfunktion/historische Bilder bei google Earth verfolgen. Bis 2006 noch Gestrüpp und Bäume und ab 2009 ist dann was zu erkennen.

    Zu Eleftherna wird ja, wen wundert's, am meisten geschrieben. Es hat sich, entgegen meiner Erwartung, gelohnt!
    aleka:
    Stimmt, ich war vor der Eröffnung dort.

    Silvi79...Kithira...und alle Anderen
    Peinlich, die Einheimischen hatte ich, ehrlich gesagt, ganz vergessen Natürlich ist das Museum nicht nur für Touris da! Schulklassen sind ein schönes Beispiel! Und erfreulich, daß es auch von Reiseveranstaltern angeboten wird
    Nadi:
    Meinst Du den Teil der Ausgrabung mit dem großen Dach darüber? Nachdem wir die anderen Stellen abgewandert hatten, wollten wir natürlich auch hier gerne rein, war aber alles verriegelt.

  28. #28
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    chicarena
    Naja, das mit den spärlichen Resten liegt ja im Auge des Betrachters...
    Für mich ist es immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits liebe ich diese versteckten Orte, wo man schon etwas länger herumlaufen muss, um etwas zu entdecken, und wo ich (fast) alleine bin. Andererseits finde ich es schade, daß solche Orte so wenig frequentiert werden, und dadurch z.B. auch wenig Besucher in den/der Taverne/n im Ort sind.
    Ich wollte hier schon immer einmal hin und habe es nicht bereut! Für mich gibt es kaum etwas schöneres, als in einer solcher Umgebung herum zu wandern und immer mal wieder auf antike Reste zu stoßen. Frage mal meine Frau: Ihr hat die Wanderung auch viel Spaß gemacht, die Zisternen bombastisch, aber der Rest...eben nur kaputte Steine. Für mich war es schon etwas mehr, da waren die Steine schon Grundmauern, aber mehr eben nicht.
    Das soll den Wert und die Bedeutung dieser Stätte ja garnicht schmälern! (Mir fehlt hier eindeutig der archäologische Hintergrund! Den brauche ich aber nicht, ich fühle mich hier trotzdem wohl.) Ich frage mich eben, ob es für "Besuchermassen" reicht?...und da ist wieder das Schwert...will ich diese Massen hier überhaupt haben?
    Und: Um alle Stellen der Gegend zu erkunden reicht das Übersichtsplan im Ort sicherlich nicht aus! Ohne ausgedruckten Plan findet man nicht alles. Oder waren unterwegs Schilder, da kann ich mich nicht recht erinnern.
    Daß das Museum gut angenommen wird, wurde ja schon vielfach betont. Ob eine Verbindung mit der Ausgrabungsstätte realisierbar ist, da bleibe ich skeptisch.

  29. #29
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    Es ist schon möglich Museum und Ausgrabungsstätte zu verbinden. Mann muss halt daran denken, das das dann nicht in 2 h zu machen ist. Wir sind vom Museum zurück ins Dorf, in das Tal abgestiegen und dort dann herumgewandert. Haben uns Zeit gelassen, fast den ganzen Tag dort verbracht, und trotzdem nicht alles gesehen Uns sind vereinzelt Schilder aufgefallen.

  30. #30
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    @ Harald & Frau, deren Name ich nicht weiß:
    "nur alte Steine", hey, das lässt mich jetzt aber wirklich nahezu fassungslos werden! Das Wesen der Archäologie und von Exkavationen sind nun mal im wesentlichen alte Steine. Anhand dieser alten Steine lässt sich auf vieles Wissenswerte über zurück liegende Zeiten schließen. Was möchtest Du/möchtet ihr denn finden? Erwartest Du/erwartet ihr, die Exponate, die in Museen zu besichtigen sind, mögen unter ein paar Gräsern verborgen auf uns Touristen warten? Ihr besichtigt gerne archäologische Stätten, seid aber enttäuscht, wenn es nur ein paar alte Steine zu sehen gibt?

    Zum türkischen Kastell: ich war zum ersten Mal 2011 oder 2012 dort, seitdem immer wieder zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten; es war immer geschlossen. Ob das aber wirklich Archäologie ist, bin ich mir keineswegs sicher.

    Zum Übersichtsplan von Eleftherna gebe ich dir Recht. Ist schon etwas spärlich, der Plan (falls überhaupt erhältlich), wenn man nicht planlos rumlaufen will (aus welchen Gründen auch immer).
    Das überdachte Arreal ist meines Wissens Teil der antiken Begräbnisstätten, wo 2017 noch immer gegraben wurde. Wie schon erwähnt, dauert das. Nicht weil die Kreter so langsam sind, sondern weil schnell etwas unwiederbringlich zerstört werden kann. Das kann ja auch keiner wollen.

    Das kleine Museum in Aptera ist aber auch nicht wirklich schon lange intakt und kann so weit mir bekannt ist erst in den letzten Jahren etwas Hintergrundwissen für Interessierte bieten.

    Ich glaube, die Frage, ob man Menschenmassen hinbringen muss, stellt sich nicht wirklich. Es gibt viele Menschen, die daran nicht das geringste Interesse aufbringen. Für manche ist es nicht mehr als eine Station von vielen im angebotenen Ausflugsprogramm, das mal so eben abgehakt, vielleicht sogar aus purer Langeweile. Den Tavernen kann es m.E. egal sein, warum Gäste kommen.

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