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Thema: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

  1. #1
    spotty Gast

    Standard K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    01.07.2006 Das Leben ist grausam – Abreise in den Alltag

    Fit anfühlen ist ebenso etwas Anderes als munter in die Welt blicken – im Unterbewusstsein habe ich die Weckrufe von Uhr, Handy und Katrin wahrgenommen, und es ist frustrierend unumstößlich: in gut drei Stunden wird uns die Condor an Bord haben und aus unserem Urlaubsparadies fortfliegen.
    Diesen Fakt muss ich irgendwie akzeptieren und mich fügen, auch wenn diese Tatsache weiß Gott kein Wunschprogramm darstellt ….

    Nur gut, dass meine Rakiverträglichkeit nach vierzehn Selbstversuchstagen ungebrochen gut ist, denn natürlich war es wieder ein sehr langer und feuchtfröhlicher Abend gestern: erst hatten wir in geheimer (von mir allerdings in der psychologischen Vorbereitung ein wenig suggerierter Wahl) mit 4:0 Stimmen für Stochos und gegen Onar entschieden und die tägliche Nachbereitung der Erlebnisse fand – wo auch sonst? - im Lieblingscafenion statt, bei Miros.

    Detaillierte Beschreibungen der abendlichen Nahrungskette erspare ich mir, es war das Übliche … das Köstliche und natürlich auch: das Reichliche. Kreta Standard also.

    Amüsant ein letztes Erleben des ungebrochenen persönlichen Arbeitsengagements des Motorradnarrs unserer Agia Galini Lieblingstaverne: mit einem Beutel voll frischer Brote am Arm (deshalb ist wahrscheinlich der Helm woanders geblieben – obwohl: ein Arm wäre ja noch frei ...) pilotiert der charmante Thronfolger von Manolis (der verschwendet aber garantiert noch keine Gedanken an den Ruhestand) seine BMW über den eigentlich Fußgängern gewidmeten Plattenweg.

    Unsere ganz persönliche Begrüßung ist sehr herzlich, und ehe wir wieder die Frage nach seiner Rolle innerhalb der allabendlichen Arbeitsabläufe stellen können, erklärt er uns mit stolzem Grienen, wie toll er soeben schon wieder gearbeitet hätte. Und diesmal, wie wir unschwer erkennen sollten, einmal nicht „mit dem Kopf“ ...und jetzt fühle er sich ziemlich ausgelaugt.
    Klar, wer schon mal an die zehn Weißbrote mit einer 1100cm³ Maschine umherfahren musste, kann diese Gedankengänge gut nachvollziehen. Wir allerdings sind noch nie Zweirad gefahren ...

    Noch eine Runde zu den anderen, heute besonders gut besuchten Tischen – und wieder verfolgen besonders die weiblichen Gäste altersübergreifend seine Verkündungen (die männlichen Begleiter suchen dann halt Trost beim Mythos und im Raki und die Insider von denen wissen: keine Gefahr, der ist eh` bald wieder weg!) und der junge Mann scheint die Blickhuldigungen wie ein gewohntes und geliebtes Ritual zu genießen.

    Keine fünf Minuten später heult die schwere Maschine schon wieder auf, und Vanolis entschwindet, von so viel Arbeit gezeichnet fröhlich in die hereinbrechende Nacht … Und seine Schwester? Evi strahlt verklärt und vermittelt das stolze Gefühl, wie es ist, solch einen tollen Kerl als Bruder zu haben - und klaglos, nein – bestgelaunt und einem Irrwisch gleich schmeißt und unterhält sie halt den Laden weiter allein ... also zumindest im großzügigen Bereich vor dem Tresen!

    Nachdem das gestrige warme ANDIO nun nur noch als Generalprobe einer Verabschiedung durchgeht, ist es heute unumstößlich: es wird unwiderruflich ein letztes Mal um den Hals gefallen, gebussiet, die Träne aus dem Knopfloch gedrückt – für den Hauch eines Augenblicks vergisst man gar den Anlass der warmherzigen Umarmungen ... Trotz allem: “Time to say good-bye“, und ähnlich, wie seinerzeit der gute Henry sinnbildlich auf den Brettern gelegen hatte (hat er natürlich nicht, aber die Metapher ist so schön), hängen wir nach diesem letzten Gong unserer 14 Kretaurlaubsrunden schwer in den Seilen, weil wir wissen, dass es nun erst einmal zu Ende ist. Viel zu schnell. Zu abrupt.

    Mit dem Versprechen, dass wir uns wiedersehen werden (und es verdichten sich die erkennbaren Mentalbeweise, dass die Spottyfrau im Sog meiner Euphoriewelle ähnliche Wiederkommensgedanken hegt), verabschieden wir uns in die bereits in trendstabilen schwarz/blauen Farben hereinbrechende Nacht.
    Der Promenadenweg ist an einem Wochenendtag natürlich besonders frequentiert, und so müssen wir auch ein wenig auf Gegenverkehr, und nicht nur auf die goldglänzende Mondspiegelung im leise platschend gegen den kieseligen Strand schlagenden Meerwasser achten.

    In dem von weit ausladenden Palmen, Farbtupfer setzenden Rankenpflanzen und anderem saftigen Grün bewachsenem hoch aufstrebenden Fels geben uns Grillen und Zirkaden und unbekanntes anderes Getier die passende musikalische Begleitung zu einer warmen Sommernacht auf göttlichem Terrain, und es ist reichlich Raum für letzte Ausschweifungen unserer Phantasie.
    Dazu ist Schweigen die passende Artikulierung, und so genießen wir wortlos ...

    Es ist ebenso passende natürliche Geräuschkulisse für unseren Weg zu unserem Lieblingsplätzchen in der Fressmeile ...

    Miros grüßt uns sehr herzlich und will gleich den Rest des Düsseldorfer Kultschnapses auftafeln – wir aber einigen uns darauf, dass wir anlässlich der bevorstehenden Rückreise nur echt kretisch trinken wollen … also das am Nachmittag in länglichen Fässern (die waren uns so neu, dass wir es gleich mal fotodokumentiert haben und Miros schmunzelt, als ich ihm die Bilderchen zeige) angelieferte Mythos. Frisch aus dem Zapfhahn gibt es nichts Vergleichbares.
    Und dann sollte unser Wohlbefinden durch die Einnahme des „special crete water“ oder „special crete medicin“ (oder wie immer man sich das Tresterschnapssaufen argumentativ positiv begründet ...) ein letztes Mal kretisch verbessert werden. Kein Problem. Klar.

    Natürlich sind wir nicht besonders vernünftig und lassen uns von der Tatsache, dass gegen 05:00 Uhr morgens schlaftechnisch nichts mehr gehen wird, nicht wirklich beeindrucken.

    Es gibt immer etwas zu sehen, immer etwas zu erzählen, immer etwas zu trinken in der anheimelnden Atmosphäre des kultig und mit „Händchen“ eingerichteten Cafenions ... und man kann auch nur wortlos dasitzen und Atmosphäre genießen.
    Das nächtliche menschliche Leben flaniert vorbei, aus der nahen Diskothek wehen ein paar wenig Ohrenschmaus verkörpernde Klangfetzen vorbei, die Tavernen in der Runde entlassen die allabendlichen Gäste gesättigt und sichtlich zufrieden in das ruhiger werdende Leben der Fressgasse, ein paar schlechte Straßenmusikanten finden weder Gehör noch Miros`Gnade, ganz im Gegensatz zu ein paar außergriechischen Rosenverkäuferinnen (sie müssen und können nichts verkaufen, aber Miros steckt ihnen etwas aus seiner durchaus beeindruckend gefüllten Börse zu – aha! wie so oft: harte Schale ... weicher Kern. Kommt mir bekannt vor.) ....

    Es ist sicherlich die Vielfalt der Sinnesreize, die diesen Platz zum allabendlichen Muss adeln (und so oft haben wir ja, bemerke ich tief seufzend, nicht ausgesetzt) – aber auch hier kommt das immer wieder in die Gedanken drängende Verabschiedungsprozedere unausweichlich: männlich sentimental fallen wir lebensgezeichneten vermeintlich harten Hunde uns um die Hälse, und es drückt schon recht spürbar in Hals und Augen ... ein wenig rede ich mir ein, dass wir vielleicht doch ein bisschen mehr als nur „normale Touristen“ gewesen sind – es passt so schön zum Abschied und möglicherweise ist da auch ein Stückchen Wahrheit dran ....

    Die digitalen Zeiger der Rezeptionsuhr zeigen bereits kurz vor 02:00 Uhr, als uns der nicht übermäßig mitteilsame Hotelier die versprochenen Lunchpakete in die Hand drückt ... und dann, mit nicht fehl zu deutender Gestik (man kann auch ohne Fremdsprachenkenntnisse sprechen), drückt er uns zwei Flaschen mit dem gesunden gelb-grünen Öl aus eigener Herstellung in die Hand.
    Auch hier sind wir überrascht und berührt und gerührt, denn diese Geste ist wohl das Maximum seiner Emotionsausdrucksfähigkeit, und wir pantomimen ihm auch noch einmal, dass wir uns wohl gefühlt haben im „Mädchenpensionat“ (ob der diesen Ausdruck wohl schon einmal gehört hat?). Wirklich!

    Dann beschäftigen uns die 120 Stufen ein letztes Mal, und sie fühlen sich tatsächlich nicht einen Deut leichter an als beim allerersten Mal ...

    Schnell in das warme Bett mehr gefallen als gelegt - und nur vermeintlich kurze Zeit danach fühle ich schon, dass die drei Stunden Schlaf meiner körperlichen und geistigen Agilität ebenso wenig dienlich gewesen sind, wie die großzügig offerierten Verabschiedungstrunks (auf dem Nachhauseweg prallten wir noch auf unseren Sonnyboy Vanolis - und es war mehr als nur eine höfliche Geste, dass er uns unbedingt zu einer Runde Wodka einlud ... man muss schon hart sein im Nehmen auf der Insel) ...

    Da hilft aber kein Jammern, denn genau das sind doch die Momente im Leben eines Mannes, wo sich die Spreu vom Weizen trennt (wenn man in der Lage ist, versucht man die autodidaktische Selbstaufrichtung) – also durch vermeintlich tief hängenden Nebel hindurch von der Horizontalen in die einigermaßen Senkrechte, und ab über die ungeliebten Stufen in Richtung des Selbsttransfers ...

    Es ist noch dunkel.
    Wir haben also Fahren-mit-Licht Premiere, und es ist sicher mehr der über Jahre entwickelte Autofahrerinstinkt, der mich die entsprechenden Hebelchen an unserem treuen vierrädrigen Gefährten finden lässt.
    Bereits wenige bergige Kurven später entschwindet Agia Galini im dunstigen Dunkel und wir sind auf dem Schlusskurs Richtung Iraklio, wo kurz vor 09:00Uhr Ortszeit die Boeing 757 in den wieder leicht Wolken besetzten Himmel abheben soll. Und wir mittendrin statt nur dabei.

    Die gut 70km auf der wirklich problemlos zu nutzenden Hauptstrasse bringen sogar noch einmal letzte wichtige und bis dato nicht erlebte Erkenntnisse zur kretischen Fahrkultur: im Gegensatz zu den weitestgehend ignorierten Wassersparaufrufen („Every drop counts“) scheint das Stromsparen durchaus ein willig aufgenommenes Thema zu sein – zumindest provozieren einige unbeleuchtet daherkommende Fahrzeuge diese Überlegung …
    Und schwarzer Pickup am Rande der Nacht ohne ein beleuchtetes Positionszeichen stellt nicht gerade einen Farbklecks in der Dunkelheit dar!

    Also werde ich auf diese spezielle kretische Art endlich munterer gemacht als dies zum Ende der Schlafenszeit die technischen und menschlichen Hilfsmittel ergebnisoffen versucht hatten.
    Fortan also sind meine Augen den Umständen entsprechend groß (und der schwarze PickUp stellt wahrlich keine Einzelerscheinung dar!) und nur die Kombination von Knoblauch/Raki/Mythos in und auf den Geschmacksnerven erinnert an die vergangenen Stunden ….

    Wir rollen also durchaus höchstgeschwindigkeitskonform durch die auch im beginnenden Morgengrauen schön anzuschauende Landschaft (die Ortsdurchfahrten sind weder vom Fahren selbst noch von den optischen Reizen her erwähnenswert) und Spottyfrau verströmt plötzlich merkliche Unruhe.
    Auf Nachfrage bei meiner Copilotin klärt sich die Ursache ihres Herumzappelns auf dem Beifahrersitz und der mehrfach unüberhörbar diplomatisch indirekt formulierten Nachfragen, wie weit es denn noch bis Iraklio sei: sie hat in der Aufregung die Abflugzeit eine Stunde vorverlegt und ist der irrigen Auffassung, bei meiner ruhigen Fahrweise könnte der Flieger vielleicht gar ohne uns starten…
    Ja, Fliegen ist immer noch nicht ihr Ding und vielleicht hat sie auch ein wenig Angst, dass ich einem kleinen Nickerchen auf kretischen Strassen nicht abgeneigt wäre!

    Das Auto verbleibt mit Zündschlüssel im Kofferraum auf dem firmeneigenen Parkplatz (soweit also zur „Übergabe“ des Leihwagens) unmittelbar vor dem Terminal, und wir kommen noch an das Ende der Warteschlange, bevor die heranrollenden Transferbusse der Reiseveranstalter Dutzende von Leidensgefährten ausspuckt. Wer aus Kreta zurück muss ins alltäglich Leben, leidet doch – oder?

    Nach und nach wird die Zahl der Abfertigungsschalter auf vier erhöht, und so, wie sich manche der Fluggefährten gebärden, scheint bei denen weder ein Erholungs-, noch ein Verbesserungseffekt der Umgangsformen urlaubsbedingt eingetreten zu sein …

    Da wird gedrängelt und geschoben und gestöhnt und gestritten, dass man dies schon recht peinlich berührt zur Kenntnis nimmt.
    Wollen die etwa alle SO unbedingt nach Hause??? Mich beschleicht der Gedanke, dass diese Zeitgenossen wohl pauschal geurlaubt haben könnten – wenn ich im Hotel den Pool, die Animation und schlimmstenfalls noch eingedeutschtes griechisches Essen „genossen“ hätte, würde ich vielleicht auch mit drängeln – denn dann hätte ich Kreta nicht wirklich erlebt. Gott sei Dank darf aber jeder eigenverantwortlich den Urlaubsbegriff definieren!

    So aber betrachte ich das Geschehen distanziert (und innerlich Kopf schüttelnd und Augenbrauen hoch ziehend) und ohne Aufregung, denn wir sind nicht Opfer von Hotelpool, Animation und eingedeutschter griechischer Kost ... wir haben Kreta allumfassend gehabt und haben Lernfähigkeit auch im fortgeschrittenen Alter erfahren: siga siga heißt die alltägliche Lebensphilosophie, und wir werden versuchen, diese in den deutschen Alltag hinüber zu retten!

    Wir bedauern die aufgeregt Drängelnden und bekommen trotzdem – welche Überraschung – auch einen Platz im Flieger, und ich dazu noch einen Fensterplatz. Allerdings mit Sicht auf die Tragfläche.

    Katrin ist wie immer rührend besorgt um unser aller, und ganz speziell um mein Wohlergehen.
    Meinen gefühlten Körpersignalen folgend wäre ein Kaffee wohl bestens geeignet, mich endgültig im Morgen und munteerr ankommen zu lassen...
    Den aber kippe ich mir erst mal über die sandfarbene Hose, was zwar einen schönen Kontrast, mir aber keine körperliche Besserung schafft. Na ja, aber der Rest des Bechers tut auch schon spürbar gut.
    Und bald, so spüre ich, könnte ich dann wohl auch wieder fahrtauglich oder flugtauglich sein…

    Die Abfertigung insgesamt hat eigentlich wenig von den beschriebenen chaotischen Zuständen an sich, was an der frühen Morgenstunde, vielleicht aber auch am geänderten Verhalten der Mitarbeiter liegen kann.
    Es ist zwar etwas ungewohnt, den gewogenen und beschilderten Kofferselbst zur Durchleuchtung bringen zu müssen – aber die Gasse zwischen Eincheckenden und Wartenden wäre groß genug, wenn nicht wieder ein paar Aufgeregte die Hinweise der Flughafenmitarbeiter überhören würden.

    Die persönliche Durchleuchtung würde jedem potentiellen Terroristen des Wasser im Munde zusammenlaufen lassen:
    Obwohl es bei mir wie bei anderen Mitreisenden Alarmanschlagssignale gibt, scheinen diese das sichtlich gelangweilt auftretende Kontrollteam nicht direkt in helle Aufregung zu versetzen. Ich muss also weder Arme und Beine hampelmannmäßig bewegen, und es gibt auch keinen Erklärungsbedarf, wo denn die Ursachen für den Piepton liegen könnte.

    Dies steht völlig konträr und ebenso wenig verständlich zur außerhalb des Flughafens allgegenwärtig hoch stilisierten Terror- und Spionagegefahr!

    Klar, so denke ich zynisch, wichtiger als so eine noncholante Fluggastdurchleuchtung ist wohl peinlich darauf zu achten, dass der das typische Urlauberverhalten am Flughafen verkörpernde Knipser keine Flugzeuge auf den ganz privaten Digitalchip bannt (mir wird nie plausibel werden, dass also von meiner privaten Homepage dann wohl auch böse fremdländisch aussehende Erdenbürger Informationen für ihre finsteren Planungen entnehmen können) ... und weiter fällt mir da gleich noch ein, wie fürchterlich ernst man das überflüssige Fotografierverbot umzäunter Armeeübungsgelände nimmt (auch hier erschließt sich mir die Gefahr nicht, wenn da der Feind – wer immer diese Rolle auch ausfüllt – ein paar schwarz-grün angemalte Betongebäude für seine Wohnzimmertapete sichert)

    Verdammt noch einmal – ich will jetzt kontrolliert werden!!!
    Zynismus beiseite: dieses Prozedere erscheint mir ziemlich lächerlich, aber vielleicht sind die jungen Uniformierten gestern auch aus gewesen und erst am Munterwerden .... Später abfliegen wäre möglicherweise die Lösung, aber das ist ja nun reine Theorie.

    Wie dem auch sei, und es ist uns eigentlich auch nicht wirklich wichtig: der Bus schafft die nun gezähmter auftretende Horde der Rückfliegenden (mit festen Platznummern macht ja nun ein Drängeln nicht wirklich Sinn) zur pünktlich bereit stehenden Boeing B 757, und nachdem ich meinen Platz über der Tragfläche gefunden habe, werden Kamera und Fotoapparat gleich mitverstaut.
    Bilder von der lang geschwungenen Rechtskurve kurz nach dem Abheben, wo ein letztes Mal der ockerfarbene Strand und die strahlend blauen Wellen des Meeres zu sehen wäre, wird es also nicht geben ...

    Zeit also für Urlaubserinnerungen, die extrem vielfältig und einprägsam in meinem ganz persönlichen körpereigenen Speicher (auch wenn der momentan noch einige Hochfahrprobleme zeigt ...) eingelagert sind. Und diese Abflugskurvensicht hatte sich ja bereit beim ersten Kretaaufenthalt erlebt und in der Erinnerung bis heute behalten!

    Der konkrete Abschied ist dann 290km/h schnell und 105Tonnen schwer – in der beschriebenen weiten Rechtskurve sehen andere (Glückliche?) ein letztes Mal die Schaumkronen der Wellen des tiefblauen Meeres, sehen die Küstenlinie und die Gebirgszüge in der Ferne verschwinden ...

    Drei ruhige und vollkommen unspektakuläre Flugstunden später kommen wir unerwünscht und doch unvermeidlich im deutschen Alltagsleben an.

    Das Resümee ist ebenso kurz wie prägnant:
    Es war ein Klasseurlaub, und es war nicht das letzte Mal Kreta. Eine Insel zum Verlieben!
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  2. #2
    Guennie Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Hallo Spotty,

    ja ja der Stochos.

    Der letzte Abend ist auch für uns immer der schwerste und die letzte Nacht die kürzeste. Im Frühjahr hatten wir jedoch das Glück erst um 13,00 zu starten, das gab morgens doch noch die nötige Luft. Im letzten Sommer sind wir erst um 20,00 gestartet was uns einen ganzen zusätzlichen "schönsten" Tag bescherte.

    Und die bis dahin gelernt himmlische, kretische Gelassenheit beim Einchecken haben wir und durch nichts und niemanden nehmen lassen. Eine Frage blieb am Schluss immer auf, "Wo haben die bloß alle Urlaub gemacht?" denn in Kreta können die nicht gewesen.


    GG

  3. #3
    Guennie Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Hallo Spotty,
    noch was......
    was sagt die Waage nach diesen 14 Tagen ?
    GG

  4. #4
    spotty Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Zitat Zitat von Günnie Beitrag anzeigen
    Hallo Spotty,
    noch was......
    was sagt die Waage nach diesen 14 Tagen ?
    GG
    Tja, das war eine ziemliche Überraschung:

    vorher: 102,4 (nein,nicht Pfund!)
    danach:102,4 (auch Kilogramme)

    Eigentlich habe ich nur zwei Erklärungen:

    1. 720 Stufen täglich
    2. Gesunde Ernährung (das ist nicht ironisch: viel Gemüse)

    Oder ich habe einen Punkt errecht, wo nichts mehr nach oben geht????

    Und voller Stolz noch die Daten vom 17.07.2007, 05:20Uhr ---- 197,2 (Pfund)
    Ziel für Anfang Juni 2008: 91,4 kg .... also liege ich im Plan!

    Schönen Abend noch!

    Gruss
    Spotty

  5. #5
    Kreta-Klaus Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Wieder köstlich, Spotty. Fanourios (!) mit seiner BMW ist auch wieder schön beschrieben ... aber was finden die Damen bloß an dem? :laugh::laugh::laugh:
    Gruß Klaus

  6. #6
    Dondan Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Hallo Spotty,

    habe mitgenossen, - gelacht und zum Schluss auch -gelitten. Grandioser Bericht und wundervoll geschrieben! Das ist WIRKLICH druckreif!

    Land & Leute, Licht und die abendlichen "Gelage", selbst die M(N)eckermänner in Iraklion... da fängt das Kopfkino an zu rattern und ähnliche Erinnerungen werden wach
    Schönen Gruß auch an Spottyfrau, würde in den ärgsten Serpentinen auch immer am liebsten in das Ablagefach der Beifahrertür krabbeln:smileys1:

    Dickes Lob und vielen Dank - hat verdammt viel Spaß gemacht, Euch bei Eurem Urlaub ein wenig über die Schulter zu gucken.

    Bitte, bitte... fahrt doch nächstesmal 3 Wochen... :nuts: mindestens!

  7. #7
    spotty Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Zitat Zitat von Kreta-Klaus Beitrag anzeigen
    ... Fanourios (!)...
    Sch++++ Klaus, ich hatte es geahnt!! Meine schnell überlegte Eselsbrücke hieß *Vangelis* (meine musikalischen Leidenschaften habe ich bisher weitestgehend diskret verschwiegen - und "Conquest of paradise" war und ist ja nun eine ziemlich passende Urlaubsüberschrift) .... und ich vermute mal, dass dieser Schlusswodka mit ihm mir die Erinnerung verdunkelte!!!!

    Tja, und was die Frauen an ihm finden ??? Ich meine, das Motorrad kann es nicht sein, wenn ich so manche weiblichen Auslassungen zu den ganz normalen kretischen Verkehrsspezifika lese .... Vielleicht machen wir mal eine Umfrage? Oder stellen wir einfach fest, dass wir da drüber stehen?

    Gruss
    Spotty

    Übrigens wärst Du mir der liebste Lektor

  8. #8
    spotty Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Zitat Zitat von Dondan Beitrag anzeigen
    ....Schönen Gruß auch an Spottyfrau ....
    Ist bereits erledigt (der Gruß) ...


    ...Dickes Lob und vielen Dank - hat verdammt viel Spaß gemacht...


    Bitte, bitte... fahrt doch nächstesmal 3 Wochen... :nuts: mindestens!
    Aber gern doch - nur ob diese Meinung der SpottyfrauChef (nein,nicht ich!)
    teilt????
    Als kleinen Trost denke ich noch über eine Nachbetrachtung nach, aber die wird erst noch geschrieben und dann werde ich sicher noch das eine oder andere Mal was zu meinen habe ... Jedenfalls hat es mir, und auch wegen der vielen netten und positven Reaktionen auch großen Spaß bereitet!

    Gruss
    Spotty

  9. #9
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    NRW
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    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Ja, was lesen wir denn jetzt in den nächsten Wochen?
    Prima gemacht, Spotty.:biggthump
    Gruß Michael

    Zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung...
    aber für Kreta topfit!



    Αν σε κλωτσήσει ένας γάιδαρος, δεν έχει νόημα να τον κλωτσήσεις κι εσύ.

  10. #10
    Rena Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Fanourios (!) mit seiner BMW ist auch wieder schön beschrieben ... aber was finden die Damen bloß an dem?
    Da scheine ich ja eine große Ausnahme zu sein, mir ist er nämlich ziemlich auf den Wecker gegangen mit seiner lauten, für mich etwas aufdringlichen Art. Fand ich schade, da das Essen bei Stochos ja wirklich sehr gut ist.
    Babis (Onar) finde ich da wesentlich liebenswerter.

    Ansonsten, Spotty, wieder mal vollkommen begeistert von Deinem Bericht.

    Rena

  11. #11
    spotty Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Zitat Zitat von mk310149 Beitrag anzeigen
    Ja, was lesen wir denn jetzt in den nächsten Wochen?
    Prima gemacht, Spotty.:biggthump
    Danke Micha - mir ist gerade dieser Spruch mit den Töpfen aufgefallen ... tja, bei mir klingen sie meistens sehr , sehr leise ....Aber dazu gibt es am Freitag wieder die traditionelle Bildquälerei!

    Gruss
    Spotty

  12. #12
    spotty Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Zitat Zitat von Rena Beitrag anzeigen

    ...Da scheine ich ja eine große Ausnahme zu sein...
    Also doch eine Umfrage ?!?
    Hallo Rena,

    also mir hat im Morgengrauen die Spottyfrau dazu irgendetwas zu erklären versucht, was mir schon wieder entfallen ist ... war wohl auch nicht so wichtig ...und dieses wichtige Thema von mir natürlich povokativ zum Frühteegespräch auserkoren ...

    Gruss
    Spotty

  13. #13
    Registriert seit
    1.May.2007
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    Lübeck
    Beiträge
    82

    Daumen hoch AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Hallo Spotty,

    Chapeau (oder wird das inzwischen anders geschrieben?):clap::clap::clap:

    Ja, Spotty, ich ziehe den Hut.

    Ein wahrlich phantastischer Reisebericht!!!
    Er war witzig, spritzig und locker vom Hocker.


    K.R.E.T.A. bedeutet für mich:
    Kreta Reise Eines Talentierten Autors :):):)

    Ursprünglich hatte ich vor, Deine Reiseberichte nicht häppchenweise zu lesen, sondern alle hintereinanderweg. Vor ein paar Tagen habe ich doch, neugierig wie ich dann doch manchmal bin, den ersten Reisebericht geöffnet.
    Und Schreck: Irre lang, - runtergescrollt - noch länger, wer soll das denn alles lesen. Gedanke: Die Zeit hast Du gar nicht Herbert. Aber mal reinlesen kannst Du ja mal.

    Und dann war ich vom Spotty-Reisebericht-Virus befallen. Deine lebendigen und lebensnahen Schilderungen haben ich verschlungen und ich kann mich den vielen positiven Meinungen nur anschließen.

    Dein Reisebericht sollte Pflichtlektüre für alle sein, die gerne mal nach AG fahren möchten und noch nicht dort waren - und für andere Kretainteressierte auch.


    Mit Deinen Berichten hast Du die Messlatte für Dich sehr hoch gehängt, denn ich (wir) warte schon jetzt gespannt auf Deinen nächsten. Dein Laptop gehört seit heute "unwiderruflich" zu Deiner Standardurlaubsausrüstung.

    Viele, liebe Grüße
    Herbert

    PS Typen wie Fanourios habe ich überall in Griechenland gesehen/getroffen und wir Männer können da nicht viel verstehen -siehe auch KK oben -

  14. #14
    stigi Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Dein Reisebericht sollte Pflichtlektüre für alle sein, die gerne mal nach AG fahren möchten und noch nicht dort waren - und für andere Kretainteressierte auch.
    Das hab ich mir nun auch gedacht, also schwupps alle Berichte ausgedruckt und die vielen Tipps und Tricks, die so zahlreich waren, angemarkert.

    Einen besseren Reiseführer gibts (fast) nicht !!

    ....am 16.09. gehts für uns 2 wochen nach AG.

    Ja, Spooty, wir habens noch vor uns !!!:biggthump

    Und dank Deiner super Schreibe hab ich gleich noch mehr Lust bekommen....

    Also , vielen dank nochmal....


    Daniel

  15. #15
    Kreta-Klaus Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Spotty mou,
    wissend, dass wir eine Wellenlänge haben, den Fanourios habe ich Dir doch jetzt geschickt untergejubelt, oder nicht? Und Du hast es ebenso geschickt sofort gemerkt, chapeau. Kann jetzt keiner sagen, der KK hat wieder gemäkelt. Tut er doch auch nie ... :laugh::laugh::laugh:

    Definitiv - um sinngemäß Thomas aus einem anderen Beitrag zu zitieren: "Ein ganz kleines bisschen Lektorat und es wäre ein absolut druckreifes Büchlein!" Und ich füge hinzu: "An dem sehr viele sicher ihre Freude hätten." Aber das Leben auf dem Buchmarkt ist ein Schweres ... insbesondere, einen Verlag zu finden. Aber ich werde mal versuchen, ein paar gute Worte einzulegen - Erfolg leider nicht garantiert.
    Supi, Klaus
    Geändert von Kreta-Klaus (19.July.2007 um 08:49 Uhr) Grund: Tippfehler

  16. #16
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    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Hallo Spotty,

    Deine freundliche Erlaubnis vorausgesetzt, habe ich Deinen gesamten Reisebericht ins Word kopiert.
    Bis jetzt sind das 68 (in Worten ACHTUNDSECHZIG !) Seiten, inclusive der Minibilder.
    Deine Schlußbetrachtung wird auch noch Platz finden und dann brenne ich alles auf CD.
    Sollte es mit einem Büchlein nicht klappen, dann habe ich mir ein wertvolles Lesestück gesichert.
    Wird irgendwann tatsächlich ein Buch daraus, gebe ich hier schon mal eine Bestellung für mindestens 2 Exemplare auf.

    VG Thomas
    Holzwege eröffen einem oft neue Perspektiven. Allerdings enden sie über kurz oder lang im Wald.


  17. #17
    spotty Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Guten Morgen in die Runde!

    Da macht das Aufstehen natürlich doppelt Spaß und - ich gebe es zu - nun bin ich doch endgültig überwältigt und auch ein wenig gerührt ob dieser Huldigungen.
    Natürlich gehen selbige bald noch besser "runter" als kretisches Öl und ich freue mich, ein wenig zur Auflockerung verschiedener Alltage beigetragen zu haben.
    Gehe jetzt also hochmotiviert an den "Urlaubsnachruf", damit wir dieses schöne Thema dann (vorläufig) beenden können.
    Es waren nun tatsächlich vier schöne Wochen: die ersten zwei nicht minder als die folgenden, wo ich in der Nachbearbeitung noch einmal das Glück des Genießens auskosten durfte.
    An dieser Stelle zunächst einmal ein großes Dankeschön für die vielen positiven Reaktionen, die mich bei künftigen Ausflügen den Laptop an meiner Seite haben lassen ...
    Hat richtig Spaß gemacht!

    Gruss
    Spotty

  18. #18
    Guennie Gast

    Standard AW: K.R.E.T.A. - Spottys Reisebericht: 17.07.2007

    Hallo,

    5,57 Uhr, um die Zeit werde ich morgen Früh wohl am Check-In-Schalter stehen. Der Flug geht um 7,30 bis 10,30 ( Ortszeit 11,30).
    Mal schauen was die 3 Wochen so wohl bringen.

    Ich habe keinen Laptop dabei, wohl aber meine Olympus, die nach der Instandsetzung des Zoom Systems diesmal hoffentlich schärfere Bilder macht als letztes Jahr. Vielleicht fallen mir am AG-Strand liegend auch noch ein paar neue Kreta-Lieder ein. Meine Gitarre werde ich wieder nicht mitnehmen, mal sehen wie ich mich wieder bei Miros und Allan musikalisch durchschnorren kann.

    GG

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