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Thema: Deutsche Besatzung auf Kreta

  1. #281
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    Sehr beeindruckt. Es ist ein Unterschied Geschichte in Büchern zu lesen oder Menschen, die dabei gewesen sind erzählun zu lassen und Ihnen zuzuhören. Leider gibt es sie bald nicht mehr. Um so wichtiger, ihre Worte der Nachwelt zu erhalten. Die Geschichten der einfachen brtroffenen Menschen die uns mitnehmen in ihr Leben damals sind wichtiger als das, was wir in den Geschichtsbüchern in der Schule lesen. Die Realität und die Geschichtsinterpretation der Mächtigen und der Regierenden steht leider zu oft im Widerspruch zu der Realität derer, die es durchlebt haben.

  2. #282
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    Wir, (Pazifisten) sind am 21.10. 1 Tag in Souda. Wir würden gern mehr über die Zeit WW2 kennenlernen, da wir Chania touristisch schon kennen. Zum Beispiel Kriegsgräber in Souda, War Shelter in Platanias und den Soldatenfriedhof in Maleme.
    Eine Tour über getyourguide fällt leider auf einen anderen Tag. Vielleicht kennt hier im Forum jemand Personen, die wir kontaktieren könnten? Vielen Dank für eine Info

  3. #283
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    Könnte für euch vielleicht mal interessant werden ? : https://www.asf-ev.de/freiwilligendi...-griechenland/
    Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste sucht nähmlich :" im September 2021 startet Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ein langfristiges Freiwilligenprogramm in Griechenland. Als Kooperationspartner auf griechischer Seite unterstützt der Verein FILOXENIA den Aufbau unseres Programms. Geplant ist, im September 2021 die ersten fünf Freiwilligen aus Deutschland nach Griechenland zu entsenden. In den Folgejahren soll das Programm weiter ausgebaut werden. Der Aufbau dieses Programms wird mit Mitteln des Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds unterstützt."
    VlG Ferdinand

  4. #284
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    Hallo Nuuk,
    zu deiner Anfrage betreffs Tour-Tipps für den 21.10.2021 – wenn ich deinen Eintrag richtig verstehe, kennt ihr die Soldatenfriedhöfe in Souda (britische, neuseeländische und australische Gefallene) und in Maleme (deutsche Gefallene). Wenn nicht, wären beide lohnende Ziele. Beide Einrichtungen bieten interessante Hintergrundinformationen. Ab Maleme würde ich eine Fahrt nach Kandanos empfehlen. Meine Frau und ich haben diese Tour erstmals 1997 gemacht. Völlig unbeabsichtigt wurde daraus ein Tag intensiver Geschichtsstunden. Das begann schon auf dem Soldatenfriedhof in Maleme mit einem Blick in das Gästebuch. Einträge wie „Ihr wart die besten Soldaten der Welt.“ erregten ebenso Unwohlsein, wie einige Besucher. Beeindruckend für uns war mit welcher Sorgfalt die Kreter die Gräber ihrer einstigen Feinde pflegten. Nach dem Besuch des Friedhofes starteten wir ab Maleme zu einer Tour in Richtung Paleochora, immer noch nicht wissend, was uns erwartete. Ab der Ortschaft Floria wurden wir auf mehrere Denkmäler für gefallene deutsche Soldaten aufmerksam – offenbar von deutschen Traditionsvereinen errichtet. Die Toleranz der Kreter war für uns erneut erstaunlich. Schließlich kamen wir in Kandanos an und wollten eine Pause bei einem Ellinikos einzulegen. Als wir unser Auto auf dem zentralen Platz des Ortes abstellten, wurden wir auf ein Denkmal aufmerksam. Es war eine Nachbildung einer Tafel der deutschen Wehrmacht, auf der die Zerstörung von Kandanos und die Ermordung von über 300 Frauen, Männern und Kindern am 03. Juni 1941 als Vergeltungsaktion für einen Angriff von Partisanen (Andarten) auf einen Zug deutscher Fallschirmjäger „verkündet“ wurde. Als wir noch ziemlich sprachlos vor dem Denkmal standen, ging ein älterer Mann an uns vorbei und sagte nur auf Deutsch „Das war nicht gut damals.“ Kein Vorwurf nur Traurigkeit in der Stimme. Für uns war dies eines der stärksten Erlebnisse, die wir in über 25 Jahren auf Kreta hatten. Heute gibt es auch neben den alten Tafeln der Wehrmacht ein angemessenes Mahnmal der Kreter für die Opfer.
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  5. #285
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    Danke Ulli für die Eindrücke.Schon in der Vorbereitung auf diesen Landausflug der anderen Art hatte ich ähnliche Gefühle. Wir haben einen Taxifahrer gefunden, der für 140€ uns fährt. Wir kennen weder die Friedhöfe noch die anderen Plätze. Unsere Zeit ist ja leider begrenzt,da wir mit dem Kreuzfahrtschiff in Souda liegen.
    Wir hatten die Hoffnung hier über das Forum einen Kontakt auf Kreta zu finden, der sich mit der Geschichte dort auskennt und uns begleitet. Es sind ja noch ein paar Tage bis zum Abflug.Dir eine schöne Woche

  6. #286
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    Am 25.10.2021 hatte der Film von Regisseur Chrysanthos Konstantinidis „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ seine deutschsprachige Premiere. Dieser eigenständige Film ist Bestandteil eines Online-Archivs mit 93 Interviews von griechischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der deutschen Besatzungszeit. Dabei handelt es sich um Menschen, die zur Besatzungszeit noch Kinder waren und schon unvorstellbare Grausamkeiten erleben mussten. Es kommen auch ehemalige Widerstandskämpfer wie Manolis Glezos und Apostolos Santos zu Wort, die die Hakenkreuzfahne von der Akropolis holten und dafür von De Gaulle als erste Partisanen Europas geadelt wurden. Aus dem kleinen kretischen Dorf Meskal berichten Kostas Vourakis und Stavros Papoutsakis von Widerstandaktionen an den Ausläufern der Lefka Ori und dem darauffolgenden Terror der Besatzer. Der besondere Wert dieses Films ergibt sich für mich aus der Tatsache, das Zeitzeugen dieser Ereignisse immer weniger werden und ihre Erinnerungen um so wertvoller. Für Interessenten kann der Film abgerufen werden unter
    https://www.occupation-memories.org/de/index.html[/URL]

  7. #287
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    Sorry, mit dem Link hat das nicht so geklappt hier nochmal

    https://www.occupation-memories.org/de/index.html

  8. #288
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    Vielen Dank Ulli!
    Η Κρήτη βρίσκεται στην καρδιά μου

  9. #289
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    Am 24. Oktober 2021 wurde auf der Kriegsgräbergedenkstätte in Maleme die neugestaltete Dauerausstellung offiziell eröffnet.
    Die Kriegsgräberstätte Maleme liegt 20 Kilometer von der Hafenstadt Chania entfernt an der Nordküste Kretas. Die Anlage ist ein Ort der Trauer und der Mahnung. Dazu leistet die neue Dauerausstellung des Volksbunds einen wichtigen Beitrag. Kretische Frauen und Männer, die das Kriegsgeschehen überlebt haben, berichten eindrucksvoll von ihren Erlebnissen. Biografische Notizen, Briefe und Fotos aus Nachlässen ergänzen die Aussagen der Zeitzeugen. Sie dokumentieren exemplarisch einzelne Schicksale. Die Ausstellung geht dabei auch offen mit den Besatzungsverbrechen um.
    „Da es in Griechenland nur zwei deutsche Kriegsgräberstätten gibt, reicht die Bedeutung von Maleme als Gedenkort weit über Kreta hinaus“, sagt Kuratorin Corinna Kuhr-Korolev. „Es ist wichtig, an dieser Stelle die vom nationalsozialistischen Deutschland ausgehende Gewalt und Zerstörung deutlich zu benennen.“

    Mehr dazu unter
    https://www.volksbund.de/nachrichten...er-fallschirme

  10. #290
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    Wer mehr wissen will über die deutsche Besatzung Kretas im Zweiten Weltkrieg kann sich hier kundig machen:
    https://explore.cure-project.gr/poin...man-occupation
    Aus der Beschreibung des Projekts:
    Für die Zeit der Deutschen Besatzung haben wir zwei Routen ausgearbeitet, die wir – um sie „handlicher“ zu machen – noch einmal unterteilt haben. Sie führen ausgehend von der Stadt Rethymno in das östliche Umland von Rethymno sowie nach Amari und Agios Vasileios in und ausgehend von der Stadt Heraklio in den Süden des Regionalbezirks bis nach Agia Galini (das zum Regionalbezirk Rethymno gehört) und wieder zurück. Die Routen bestehen aus insgesamt 76 verschiedenen Stationen, die in Zusammenhang mit militärischen Auseinandersetzungen, Widerstandsaktionen, Vergeltungsmaßnahmen, Zwangsarbeit, aber auch mit dem Besatzungsalltag stehen. Zur Illustration der Erinnerungsorte der Besatzungszeit wurden über 100 Quellen (autobiographische Texte, Interviews mit Zeitzeugen, Propagandamaterial, Zeitungsberichte, historiographische Werke) in griechischer, deutscher und englischer Sprache ausgewertet und über 260 Fotos und Zeichnungen aus privaten und staatlichen Archiven verwendet. Die Zeichnungen und Fotografien aus dem Archiv des ehemaligen Wehrmachtssoldaten Rudo Schwarz, das sich im Besitz der Society of Cretan Historical Studies befindet, waren ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung der von Heraklio ausgehenden Route, die über Knossos und die Messara-Ebene nach Agia Galini führt. An manchen Stellen, zu denen Sie unsere App. mithilfe von Koordinaten führt, wird man wenig mehr sehen als eine Gedenktafel, die an bestimmte Ereignisse erinnern, und manchmal auch einfach nur Spuren der Zerstörung und der Verlassenheit. – Für die heutigen Benutzer:innen mögen manche Dinge gewöhnungsbedürftig oder irritierend sein, z.B. die Tatsache, dass in den Quellen, die wir zitieren, dieselben Personen- und Ortsnamen mit einer gewissen Vielfalt vorkommen, und dass sie möglicherweise in unserer App. anders geschrieben sind als in anderen Quellen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe: Die Namen werden auch in den griechischen Quellen mit einer gewissen Varianz zitiert (z.B. heißt es mal Moni Asomaton, mal Scholi Asomaton – das Kloster wurde in den 1920er Jahren säkularisiert und fungierte anschließend als Landwirtschaftsakademie –, mal Asomati, manchmal auch Asomatoi). Die deutschen Quellen der 1940er haben die Eigenart, dass sie die griechischen Namen kompromisslos phonetisch wiedergeben. Englische Quellen folgen anderen Konventionen der Transkription als die deutschen. Andere griechische Quellen verwenden offiziellere Namensformen als wiederum andere, die die Personen nach ihren Rufnamen benennen (bspw. Georgios, Giorgos, Giorgis). Wir selbst versuchen, einen Mittelweg zwischen dem Lautwert und einer gewissen Entsprechung von griechischen und lateinischen Buchstaben, aber auch einen Mittelweg zwischen eigenen Transkriptionen und etablierten zu erreichen. – Die Routen sind so konstruiert, dass die späteren Stationen die Informationen aus den jüngeren als vertraut voraussetzen. Ein späterer Einstieg ist genauso möglich, wie man einen Film verstehen kann, auch wenn man den Anfang verpasst hat. Sicherlich ist es sinnvoll im Hinterkopf zu haben, dass EAM und ELAS linke Widerstandsgruppen und EOK und EOR rechte Widerstandsgruppen waren, die zwar beide gegen die deutsche Besatzungsmacht kämpften, dabei aber ganz andere Ideologien vertraten und Ziele verfolgten.

  11. #291
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    Danke vielmals für die ausführliche und super zusammengestellte Info! Gänsehaut über dieses Grauen. Bleibt wachsam, dass sowas nie wieder passiert, bitte! Es gibt genug Menschen, die das leider am liebsten wieder hätten, und das nicht nur Deutsche
    Lg Geli

  12. #292
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    Vor etwa 4-5 Jahren haben wir eine Rundtour durch Westkreta gemacht. Irgendwie sind wir durch ein Dorf gefahren, in dem im Dorfzentrum, mittendrin, ein Denkmal für die gefallenen deutschen Fallschirmjäger steht/stand. Gepflegt von Traditionsträgern der Bundeswehr.
    Ich war fassungslos, wir sind weitergefahren...und ich weiß nicht mehr, welches Dorf das war.
    Kann mir jemand helfen, welches Dorf das war?
    Und, by the way, Fahrt von Chania nach Rethymno....irgendwie nach Chania, rechts, direkt an der Straße, im Straßengraben, ein...irgendwie Adler? Etwa 60 cm hoch, so in der Art einer Ikkonostasi?
    Sieht ein wenig nach dem Symbol der Wehrmachts-Fallschirmjäger aus.
    Kennt das jemand?
    Gruß!
    Ralf

  13. #293
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    Meinst du den germaniko pouli (=deutscher Vogel) 3 km westlich von Chania? Wobei vom Vogel wohl nicht mehr viel übrig ist (es gibt Aktionen zu Renovierung, aber den Link spare ich mir jetzt).
    https://en.wikipedia.org/wiki/Fallsc...A4ger_memorial

  14. #294
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    Hallo Ralf,

    dieser Adler den du meinst sieht aus wie ein Holzadler, direkt am Strassenrand. Du hast Recht mit der Ikkonastase... dort ist vor ein Paar Jahren ein junger Mann aus Kalives mit seinem Motorrad tödlich verunglückt und die Familie hat ihm dort ein Andenken bewahrt. Ich kannte ihn und die Familie sehr gut. Leider kommt das viel zu häufig vor unter anderem auch weil viele einfach immer noch ohne Helm fahren. Dieser Adler hat also definitiv nichts mit Wehrmacht zu tun...

    vg Suska

  15. #295
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    Kithira - nein, den meine ich nicht! Gehört aber verboten!

    Suska - ja, ich glaube, dass er das ist. Und vielen Dank für die Antwort. Ich habe den Vogel nur im Vorbeifahren im Augenwinkel gesehen und dachte noch: Bitte nicht!
    Aber deine Erklärung bringt alles wieder ins Gleichgewicht.
    Gruß!
    Ralf

  16. #296
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    Zitat Zitat von Talka Beitrag anzeigen
    Vor etwa 4-5 Jahren haben wir eine Rundtour durch Westkreta gemacht. Irgendwie sind wir durch ein Dorf gefahren, in dem im Dorfzentrum, mittendrin, ein Denkmal für die gefallenen deutschen Fallschirmjäger steht/stand. Gepflegt von Traditionsträgern der Bundeswehr.
    Ich war fassungslos, wir sind weitergefahren...und ich weiß nicht mehr, welches Dorf das war.
    Kann mir jemand helfen, welches Dorf das war?
    Das war vermutlich in Floria (Gemeinde Kandanos):

    In bester Nazi-Manier: Die Gedenkstätte für getötete deutsche Soldaten
    Bereits 1941 hatte die 5. Gebirgsdivision eine Gedenkstätte für die 14 im Kampf bei Floria getöteten deutschen Soldaten errichtet, deren Tod als Begründung für die Vergeltungsmaßnahme in Kandanos herangezogen wurde. Ein steinernes Halbrelief zeigt in bester Nazi-Manier martialisch Handgranaten schwingende Landser: ,,Gefallen für Großdeutschland am 23.5.1941“.
    Die Gedenkstätte der Gebirgsjäger steht heute genau gegenüber der Gedenkstätte für die Opfer aus Floria. Sie wurde Anfang der 1990er-Jahre auf Initiative eines Hauptmanns im Ruhestand der Gebirgsjägerkameradschaft Oberfranken originalgetreu wiederhergestellt, nachdem einige Jahre zuvor die abgebröckelten Schriftzüge durch das Gams-Emblem der Gebirgsjäger ersetzt worden waren.
    Die auch in deutscher Sprache ausgeschilderte Gedenkstätte soll die Erinnerung an die Opfer des Krieges wachhalten, wobei jedoch vor allem die gefallenen Wehrmachtssoldaten als Opfer definiert und die ,,Vergeltungsmaßnahmen“ gegen ZivilistInnen durch Angehörige der Wehrmacht nicht thematisiert werden. Gleiches gilt für die umfangreiche Dokumentation des Denkmals, die in der nahen Taverne aushängt.
    Quelle: https://www.gedenkorte-europa.eu/de_de/floria.html

  17. #297
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    Ulli, vielen Dank.
    Aber ich glaube, das war nicht das, was ich damals gesehen habe. Es muss weiter westlich sein. Und dieser "Helden-Dings" war eher ein Steinhaufen mir einem Pyramidenstumpf drüber.
    Vorn dran die Steintafel mit dem Hinweis, dass sich Bundeswehr-Faschirmjäger drum kümmern.
    Namentlich einer mit Feldwebeldienstgrad.
    Mitten im Dorf.
    Aber - ist auch egal.
    Vielleicht wurde er auch schon weggeräumt.
    Wobei...eher nicht, oder?
    Gruß!
    Ralf

  18. #298
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    willst du dir das nochmal ansehen?

  19. #299
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    Naja, eigentlich schon. Und zwar nur, um sicher zu sein, dass das Ding noch da steht.

    Weil: ich hatte vor Wochen eine Diskussion mit Griechen. Da ging es auch um das Verhältnis zu Deutschland.
    Und dann kippte das plötzlich ins Unsachliche. Und es wurde auch die Reparationsgeschichte ins Feld geführt.

    Und ich habe dann gesagt: So lange Ihr in Eurem Land Denkmäler für die Mörder Eurer Großeltern zulasst und pflegt,
    so lange habt Ihr kein Recht, Deutschland zu kritisieren.

    "Wo steht so ein Denkmal?!?"
    "Naja, hier auf Kreta..."
    "Wo genau?"

    Tja, wo genau?

    Gruß!
    Ralf

  20. #300
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    Oha! Du willst ihn jetzt aber nicht schlauer machen und ihn dazu animieren, das zu entfernen, damit ihr dann weiter diskutieren könnt? ;)

  21. #301
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    Zitat Zitat von Talka Beitrag anzeigen
    Und dann kippte das plötzlich ins Unsachliche. Und es wurde auch die Reparationsgeschichte ins Feld geführt.
    Nur weil die deutsche Bundesregierung das Thema Reparationsforderungen für abgeschlossen erklärt, heißt es nicht, dass dem auch tatsächlich so ist:

    Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat in einem Urteil 2003 am Rande die Auffassung vertreten, dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag die Reparationsfrage abschließend regelt. Das Urteil erwähnt aber auch, dass Griechenland nicht Vertragspartei war.
    Die Ansicht der Bundesregierung, dass die Reparationsfrage Griechenlands durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag an sich geklärt sei, ist juristisch also zumindest nicht so eindeutig, wie dies oft dargestellt wird.
    https://www.tagesschau.de/ausland/gr...n-faq-101.html

  22. #302
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    Ulli, so sehr ich die Greichen in dieser Frage verstehe.....
    das ist ein sehr sehr weites Feld, besser ein Minenfeld.
    Oder noch besser: Eine Büchse der Pandora. Wenn die erst mal offen ist, bekommt das keiner mehr eingefangen:
    Indochina, Vietnam, Irak, Belgrad 1999, überhaupt Jugolslavien, Bergkarabach, Georgien, Zypern, Indien, Pakistan, Afrika....
    Jeder würde jeden sofort verklagen, ob berechtigt oder nicht. Alle wären der Meinung, ihnen stehen Reparationen zu.
    Egal, führt zu weit.
    Gruß!

  23. #303
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    Talka, ein interessanter Ansatz, aber wenn ich ihn zu Ende denke, ergeben sich für mich ein paar Fragen. Warum soll Griechenland u.a. auf 479 Mill. Reichsmark (Stand 12.04.1945) aus der Zwangsanleihe verzichten, die Hitlerdeutschland den Griechen im Dezember 1942 aufgezwungen hat, um seine Kriege zu finanzieren? Dabei sind nicht die dem Erdboden gleich gemachten Dörfer und das unermessliche menschliche Leid (Kandanos, Vianos und die umliegenden Dörfer und viele andere) berücksichtigt. Deine Überlegungen führen in Konsequenz dazu, dass jeder Aggressor straffrei bleibt und die überfallenen Länder sehen müssen, wie sie Ihre Kriegsschäden beseitigen. Soll das auch aktuell für die Ukraine gelten? Vielleicht ist es eine Illusion, aber erst wenn jeder Aggressor weiß, dass er für die von ihm verursachten Schäden haftbar gehalten wird, kann diese Welt eventuell etwas sicherer werden. Wir sind hier im Kreta-Forum - schauen wir doch einmal nach Knossos. Die überwiegende Anzahl der Altertumswissenschaftler ist heute der Meinung, dass die, wie Evans es formulierte, „einzigartige kontinuierliche und homogene Entwicklung der minoischen Zivilisation“ über einen Zeitraum von 2.000 Jahren auch mit der Pax Minoica zu tun hat.

  24. #304
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    Ja, wir sind im Kreta-Forum. Und ich habe Sorge, dass die Diskussion jetzt wegrutscht.
    Deswegen nur zwei kurze Gedanken:
    1. Reparationen ist das eine. Darauf bezogen sich meine Bemerkungen.
    Die Geschichte mit dem Zwangskredit wäre etwas anderes. Und nach meinen Kenntnissen auch einmalig.
    Müsste also zurückgezahlt werden!?!?
    Völkerrechtler würden das sicher anders sehen.
    2. Abschrecken eines Aggressoren durch Angst vor Kosten seines Angriffes?
    Nicht mal theoretisch. Der Aggressor geht davon aus, dass er gewinnt. Und deshalb nie zur Rechenschaft gezogen wird.

    Ich habe die Diskussion begonnen. Ich würde sie gern beenden. Ist nicht das richtige Forum für.
    Gruß!

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