ich möchte mal wieder aus meinem Schattendasein heraustreten. Nachdem mir hier die ganzen Reiseberichte SUPER gefallen - schreibe ich auch mal wieder einen. Vielleicht gefällt ja dem ein oderen anderen meine Geschichte.
Also... los gehts:
Kykladen-Rundreise 2008
2008 - sollte es einmal eine besondere Reise geben. Nicht mehr den touristischen Einheitsbrei. Nicht mehr die großen Hotelanlagen, einfach individuell, kleine Hotels und einsame Strände. Und... genau das haben wir gefunden.
Eher durch Zufall kamen wir auf die Idee „Inselhüpfen“.
4 Inseln in 2 Wochen, das hatte was, das war mal was ganz Neues.
Zwar trotzdem pauschal gebucht, aber nur die Organisation.
Am16.06.2008 ging es also los.
Die Reiseroute sollte lauten:
Santorin - Paros - Naxos - Mykonos
Santorin:
- Wir kommen gegen Mittag an. Die Reiseleitung erwartet uns schon. Es ist sehr warm, aber noch zum aushalten. Dann der erste Schock - wir wussten ja, dass wir nur einfache Hotels gebucht haben. Alles was wir uns erwartet haben, war ein sauberes Zimmer, eine annehmbare Dusche - einfach aber griechisch. Leider haben wir das nicht bekommen. Das Hotel ist kein Hotel, aber auch keine Pension. Es ist einfach ein Häuschen in einer Nebenstraße, von einer urigen Oma bewirtschaftet. Und leider eben nicht sauber. Das Zimmer ist genau so groß, dass ein uraltes Doppelbett darin Platz hat. Die Koffer müssen wir in eine Ecke stellen, fürs Auspacken ist kein Platz. Es steht noch ein Kühlschrank in der Ecke, den wir aufgrund der verschiedenen Essens- und Getränkereste nicht benutzen wollen. Das Bad riecht streng, es schwimmt förmlich in den Abwässern der Vorbewohner. Nein - geputzt wurde hier nicht. Der Balkon ist so klein, dass wir uns nicht mal zu 2 darauf setzen können. Und in der ersten Nacht feiern die jungen Leute auch noch um 3 eine Party auf den Balkons. :fluch:
Langsam werden leichte Zweifel laut - haben wir uns „verbucht“ ? Eine wirkliche Entschädigung ist dann aber das erste Abendessen. Direkt am Wasser (wir wohnen in Kamari) in einer urigen Taverne. Und auch die Essenspreise sind erstaunlich annehmbar, so dass die ersten Zweifel gleich ausgeräumt sind.
Am nächsten Morgen verständigen wir uns bei Anblick des Käses :smilie_tra_054: auf der Platte und der seit Wochen abgelaufenen Butter auf ein Express-Frühstück (nur Kaffee) und machen uns gleich mit dem Linienbus auf in Richtung der Inselhauptstadt Thira. Es ist noch recht früh, der Ort ist noch ruhig und uns zeigt sich ein traumhafter Ausblick auf die Caldera und die Steile Kraterwand. Wir beschließen den Pfad nach unten zum Hafen zu Fuß zurückzulegen, da es uns nicht gefällt wie die Leute dort die Esel prügeln und den Rückweg dann mittels Seilbahn wieder nach oben zu nehmen.
Zwar sehr schweißtreibend aber schön. Gegen Mittag kommen langsam die Gäste der Kreuzfahrtschiffe auf die Insel. Thira wird langsam voll. Deshalb beschließen wir gegen Nachmittag wieder zurück nach Kamari zu fahren um dort noch etwas am Strand zu sonnen. Der Strand ist ganz anders als gewohnt und das Wasser fällt sehr steil ab. Aber es erfrischt.
Auch heute Abend gehen wir wieder am Wasser essen. Und wieder werden wir nicht enttäuscht. Ein leckeres Omelett und ein Fußballspiel auf der Großleinwand. Da wir richtige Fußballfans sind wird es sehr spät (wir wollen das Zimmer ja auch nur zum Schlafen „benutzen“.)
Und Deutschland gewinnt....
Wenn es euch interessiert, gehts demnächst weiter mit der Insel Naxos....
Gruß
Jeder Tag, an dem du nicht wenigstens einmal gelacht hast, ist f?r dich ein verlorener Tag.