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AW: Kretanauten 2011 - aghia pelaghia - bergradlwoche - ueberblick
Mittwoch, 18. Mai 2011
Ausrollrunde
Ag. Pelagia – Rodia – Gazi – Heraklion – Amoudhari – Rodia - Vasilikos – Fodele - Ag. Pelagia
86 km 1673 hm 5:35 h (Chris, Glatzei und Kritimani – Restrudel hat Vasilikos ausgelassen)
buedln:
http://www.flickr.com/photos/1090081...7626772695610/
Nach meinem gestrigen (erzwungenen) Ruhetag bin ich heute so richtig motiviert und so ist die Auffahrt zur New Road und nach Rodia ein Genuss. Ich haenge mich an Chris und Glatzei an und dieser Expresszug rauscht die Steigungen rauf als waeren diese gar nicht existent.
Ernesto, Seppo und Toni gehen es gemuetlicher an und eine gewaltige Luecke wird aufgerissen. Kurz sehe ich noch, wie Ernesto stehenbleibt, keine Panne, nur Marscherleichterung, also weiter. Oben in Rodia bei der Platia mit dem Denkmal wartet die Vorhut auf Nachhut. Das warten dauert und dauert und so fahre ich einmal in den Ort um in einem Supermarkt eine Cola zu holen.
Beim zurueckfahren sehe ich, dass die Apotheke offenhat und da die Kratzer am Knie zum Eitern angefangen habe schau ich rein um ein Pflaster zu ergattern. Der Apotheker winkt mich aber gleich zu sich und ich werde mit einem antibakteriellen Spray und sterilen Verbandstuechern versorgt, welchen ich die naechsten drei Tage tragen soll. Die alten Damen die in der Apotheke warten sind hochinteressiert an dem was passiert und ich glaube der Apotheker gibt ihnen alles 1:1 weiter was ich ihm von dem Malleur berichte.
Zurueck bei der Platia noch immer keine Spur von Ernesto. Dafuer scheppert mein Handy – Ernesto – er weiss nicht mehr wo er ist. Ich frag mal nach und komm drauf, dass er nach Achlada hoch ist (die Wegweiser unten an der Kreuzung sind aber so was von eindeutig), den Koeter ueberlebt hat und ein Stueck Richtung Ag. Pelagia runter ist. Ich erklaere ihm, dass er wieder zurueck muss (Koeter II) und dann zur Kreuzung runter und dann rechts nach Rodia. Glatzei entschliesst sich ihm entgegenzufahren – Seppo und Toni sind in der Zwischenzeit auch schon eingetroffen.
Nach einiger Zeit ruft Ernesto wieder bei mir an. Er ist jetzt seiner Meinung nach eine geraume Zeit zurueckgefahren und findet die Kreuzung nicht. Spaeter erfahre ich, dass Glatzei da schon unten an der Kreuzung gestanden ist und Ernesto telefonieren gehoert hat – sprich, Ernesto war eine Kehre oberhalb der Kreuzung, also quasi schon gerettet.
Nach 30 Minuten tauchen dann Glatzei und Ernesto schliesslich auf. Ernesto kriegt einen neuen Spitznamen: "FRITZI II".
Danach rollen wir nach Gazi hinunter und verpassen die Abzweigung zum Stadion, was nix anderes bedeutet als das wir nun die Hauptverkehrsader nach Heraklion reinfahren – ziemlich stressig bei dem Verkehr. Was ned so gut ist, dass wir ziemlich flott fahren, anscheinend wollen ein paar die "verlorenen" Minuten wieder hereinholen. Als ich als Fuehrender bei einem Bikeshop einschleiffe (GIANT) kriege ich Knatsch mit Glatzei.
Die einzigen gruppendynamischen Gewitterwolken auf derer Tour.
Im Zentrum marschieren wir durch die Fussgaengerzone, schauen uns den kleinen Fischmarkt an und kehren auf der Platia auf ein Kaffetscherl ein. Gemuetliches Huckn unter Platanen, was gibt es schoeneres. Nicht fuer Glatzei, dem viel zu wenig gefahren wird heute.
Unten am Meer rollen wir die Mole bis zum Ende raus, fast schon auf Hoehe vom Airport. Wieder etwas abgehakt, was wir 2006 versaeumt haben. Es ist Mittag und der Hunger ruehrt sich und verlangt nach Fleisch. Also raus nach Amoudhari und die 2006er Taverne gesucht. Fast hab ich geglaubt, sie nicht zu finden, aber letztendlich erkenne ich sie an den gruenen Schildern (MOE). Schwierig deshab, weil sie 2007 einen Grillstand dazugebaut haben. Am Grill drehen sich schon die guten Sachen und die Verhandlungen mit dem Tavernenwirt gestalten sich erfolgreich. Grillplatte fuer alle mit Tzatsiki, Patates und Griechischen Salat fuer 58,00 Euro – ist fast geschenkt. Das Mythos wird hier noch in den alten Harfenglaesern ausgeschenkt, wobei die zarte Anfrage, ob ich eines (gegen Bezahlung eh klar) haben kann leider mit einem OCHI beantwortet wird – sie haben nicht so viele davon und neue gibt es nicht mehr.
Das Essen war wie 2006 (geschmortes Lammfleisch) unbeschreiblich gut und satte, zufriedene Kretanauten lungern muede in den Sesseln.
Das Rudel teilt sich nun auf – Ernesto, Toni und Seppo wollen noch Souveniershoppen und dann via Rodia zum Eva Mare, fuer die restlichen steht noch der Vasilikos am Programm. Das bedeutet, wieder hoch nach Rodia und Richtung Kloster Savathiani.
Bei der Auffahrt nach Rodia kurze Aufregung bei Glatzei – aus einem geoeffneten Tor fliegen zwei, seit Tagen nur mit Youghourt ernaehrte Schaeferhunde heraus – Die haben im Schatten vor sich hingedoest und von knusprigen Knochen getraeumt – da kommt Glatzei an ihnen vorbei – die Materialisierung ihres Traumes – da zuckert i ah aus. Ein Einheimischer ist dann mit seinem Auto stehengeblieben und hat die zwei Koeter mit einem Stock zurueckgescheucht, sonst waern ma nur zum fuenft heimgekommen. Ab jetzt – Glatzei = der Knochenmann – frei nach Wolf Haas.
Kurz vorm Kloster oberhalb von Rodia muessen wir links abbiegen und zum Antennenwald hoch. Dahinter geht es endlos im sanften uphill die Bergfalten rein und raus – immer mit Blick auf Marathos und Timos Stavros und den Psiloritis. Der Vasilikos kommt erst ziemlich spaet ins Blickfeld, vorher muessen wir aber noch kraeftig Hoehenmeter zur Asfaltpiste lassen.
Noch 7 km und 250 hm sind zu bewaeltigen, dass alles aber bei kommoder Steigung. Im oberen Bereich zeigt sich eine elends lange Querung die mir mental Sorgen bereitet. Einmal oben ist diese aber locker am grossen Kettenblatt zum fahren. Noch 2x unterhalb vom Gipfel herum bis einem schwindlig wird und wir stehen vor dem geschlossenen Einfahrtstor zur Radaranlage der NATO. Der Wind frischt auf und nachdem die Windjacken ausgefasst sind rollen wir zurueck zu einem Gatter wo die Schotterpiste runter nach Fodele beginnt.
So eine Richtige Piste zum Gasgeben denkt sich Glatzei und brettert um eine Kurve mitten in eine wegbreite Lackn. Glatzei versucht noch durchzukurbeln, muss aber schlussendlich ins feuchte beissen, zumindestens die Schuhe. Sein Bergradl schaut aus wie nach einer aerztlich verordneten Schlammkur, herrlich!
So glatt wie sie von oben ausgeschaut hat ist die Piste aber nicht und so manche Stelle zwingt zu vorsichtigstem Fahren. Nach ziemlich langer Ruettelphase erreichen wir Fodele und machen uns gleich via Fodele Beach hinueber nach Ag. Pelagia. Eine Traumtour heute.
Die Shopper erwarten uns schon und wollen gleich mal essen gehen. Ich muss den Tag aber noch ausklingen lassen und verzieh mich mit einer Zigarre in die Poolbarlounge wo ich mit 2 Mythos und einem Ouzo nochmals die Tour Revue passieren lasse.
Zum Abendessen gibt es fuer mich heute nach der mittaglichen Voellerei nur eine Portion Kalamari und einen halben Liter Weisswein – der rote haengt mir naemlich schon zur Leber raus. Danach geht's noch in die Poolbarlounge wo ich mit 2 Planters Punch ziemlich knapp einem Absturz durch Flucht aufs Zimmer entrinne. Der Barkeeper hat anscheinend die Rumdossierung aeusserst kundenfreundlich bemessen.
Geändert von kritimani (3.June.2011 um 09:35 Uhr)
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