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Thema: Franks Reisebericht Kreta 2012

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  1. #11
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    Standard AW: Franks Reisebericht Kreta 2012

    Zitat Zitat von kretamichel Beitrag anzeigen
    wart ihr an diesem Tag in Lappa ???
    ist das Schild hinter Lappa Richtung Süden???

    Gruß Michael :Hallo
    Richtig Michael!
    Wir waren in Lappa. Aber nicht nur das, wie Ihr jetzt alle lesen könnt.

    Samstag, 30.06.2012, Wanderung von Lappa durch die Schlucht von Kato Poros

    Endlich wieder bewegen. Wir fahren von Exopolis auf die Hauptstarße in Richtung Rethymnon und folgen dem ersten Abzweig in Richtung Episkopi nach rechts. Auf diesem Wege kommen wir in ca. 30 Minuten zum historischen Örtchen Lappa ins Hinterland. Lappa (Argiouropolis), inzwischen auf 275m Höhe soll einst in vorchristlicher Zeit einen Hafen besessen haben und mit Häfen im Bereich Georgioupolis und Finix (Nord und Südküste) verbunden gewesen sein.

    Heute interessiert uns mehr das schöne Umland. Wir starten unsere Wanderung am Kirchplatz des Ag.Ioanis und parken den Jeep dort. Von hier wandern wir weiter die Dorfstraße in Richtung Süden. Die Teerstraße führt durch den Ort (damit meine ich nicht den alten historischen alten Ortskern, den man durch einen Torbogen gegenüber der Kirche erreicht). Nach wenigen hundert Metern erreichen wir bereits das Dorfende und wandern nun auf der Straße weiter südlich den Berg ansteigend in Richtung Vilandhredho.

    Rechter Hand sehen wir bald unter uns Argiroupolis und über Episkopi hinweg zwischen zwei Bergen links und rechts bis hin zur Nordküste. Nach ziemlich genau 3km kaum befahrener Teerstraße, die sich zwischen Oliven und Obstplantagen den Berg hinaufschlängelt, erreichen wir einen Straßenabzweig. Hier halten wir uns links abwärts in Richtung Velonadho. Folgt man der Straße hier weiter geradeaus, könnte man Plakias an der Südküste erreichen, wollte man denn noch ca. 14km weit gehen. Wir haben nun den Berg Azonas teilweise umrundet, der linker Hand liegt.

    Unser Weg führt nun weiter durch Obst und Olivenplantagen, vorbei an einigen villenartigen Häusern, die hier ohne direkte Ortsanbindung mitten in der wunderschönen Landschaft stehen. Die nun abwärts verlaufende Teerstraße trifft nach etwa 1,5km auf einen nach links abzweigenden Schotterweg. Die Schlucht von KatoPoros ist hier durch den Wasserlauf bereits angedeutet. Wir folgen dem Schotterweg abwärts auf eine Stallung zu, zu der der Weg offenkundig wieder aufwärts führt. In einer Linkskurve verlassen wir den Weg jedoch. Wir sehen hier bereits rechts neben uns das Bachbett und steigen in dieses hinab. Bereits wenige Meter später durchqueren wir einen Metallzaun im Bachbett und erkennen nun bereits erstmalig einen alten Holzwegweiser an der linken Bachseite, der den Weg für Wanderer markiert, die der Schlucht aufwärts folgen. Von hier an geht es in der fast völlig schattigen Schlucht abwärts.

    Mal im Bachbett über Felsen kraxelnd, mal links oder rechts neben dem Bachbett auf Pfaden oberhalb. Immer wieder treffen wir auf Ziegen, die hier die schattigen Plätze nutzen um der heißen Sonne zu entfliehen. Einen schönen Rastplatz auf der rechten Seite erreichen wir nach insgesamt etwa 5,7km unterhalb eines riesigen Felsvorsprungs. Über uns sehen wir Greifvögel kreisen, die hier in den steil abfallenden Wänden offenbar geeignete Nistgelegenheiten haben. Nur kurze Zeit später gibt es auf der linken Seite eine Ähnliche Gelegenheit für eine schöne Rast. Geht man insgesamt noch ca. 1km weiter, erreicht man aber auch schon eine beeindruckende Engstelle in der Schlucht, die es Mühelos mit vielleicht bekannteren Schluchtengestellen, wie Imbros oder Samaria aufnehmen kann.

    Linker Hand kann man einen Felsvorsprung erklettern, den man relativ einfach über ein mit Holzgeländer gesicherten Pfad erreichen kann. Auch hier wäre ein netter Rastplatz. Nach Besichtigung dieser Stelle steigen wir schließlich einige Meter weiter hinab zur besagten Stelle und halten hier zunächst einmal an um Fotos zu machen. Steht man zwischen den Felsen und blickt nach oben kann man den Himmel nicht mehr wirklich sehen, das die Felsen ca. 150m über uns wie ein Dach zueinander stehen und teilweise überlappen (vielleicht daher Lappa?) :smiley1:

    Etwa einen Kilometer weiter in der Schlucht erreichen wir die tiefste Stelle auf ca. 218m. Hier steigen wir auf einem Pfad nach links aus dem Bachbett aus und erreichen ein Tor, welches sich aufschieben lässt. Dahinter oder (je nach Blickrichtung) davor steht ein altes ausgebleichtes Schild mit Wanderhinweisen. Wenige Meter weiter gabelt sich nun ein Schotterweg, den wir erreichen. Rechts geht es wieder abwärts in Richtung Bachbett und letztlich auch auf der rechten Schluchtseite bergauf.

    Wir halten uns links bergauf und folgen dem Schotterweg. Nach 1,3km bergauf und Überwindung von etwa 120 Höhenmetern endet der Schotterweg, der uns zuvor wunderbare Einblicke in die Schlucht und seine Ausläufer hinab ins grüne Tal ermöglichte. Teilweise hatte man hier den Eindruck mitten in einem deutschen Nadel- bzw. Laubwald zu laufen, da es hier Abschnitte gibt, die entsprechend bewachsen sind.

    Am Ende des Schotterwegs müssen wir nun einen Weidezaun durchschreiten, indem wir diesen leicht zu Boden drücken. Linker Hand geht es nun einige Meter weglos einen Hügel hinauf, bis wir erneut an einen Zaun gelangen. Diesen kann man wenige Meter rechts durchschreiten indem man ihn öffnet und wieder verschließt. Vor uns sehen wir nun unter uns eine Olivenplantage und linker Hand unter uns einen Wasserspeicher und darunter eine Art Gerätehaus.

    Am besten kommen wir hier hinab, wenn wir dem Zaun noch einige Meter nach links folgen und dann hinter einem zweiten Zaun, einen Weg in Richtung Gerätehaus folgen. Dann aber wieder sofort nach rechts den Zaun durchschreiten (der Weg zum Haus ist eine Sackgasse) und über die Olivenplantage knapp rechts am Gerätehaus vorbei gehen. Wenige Meter hinter dem Haus sehen wir links wieder einen Fahrweg den wir bequem erreichen können. Wir folgen dem Schotterfahrweg, halten uns an einem folgenden Abzweig links und passieren ein Gehöft, welches auf der rechten Seite liegt.

    Schon kurz darauf erkennen wir wieder Lappa unter uns, das sich malerisch in die Landschaft eingepasst hat. Wir folgen einfach weiter dem Weg, ignorieren einen steiler rechts bergab führenden Abzweig (ca. 10km) und halten uns links. Nach weiteren 200m erreichen wir einen Abzweig und sehen linker Hand die Schule von Lappa. Wir gehen an der Schule vorbei und erreichen nach weiteren 200m unseren Ausgangspunkt der schönen Wanderung.

    Insgesamt 10,6km bei einer reinen Gehzeit von knapp drei Stunden. Mit Pausen haben wir insgesamt etwa vier Stunden hier verbracht. Entgegen anderer Wanderführer bin ich der Ansicht, dass sich die Durchwanderung der Schlucht durchaus auch für größere Kinder eignet.
    Besucher waren im historischen Teil von Lappa übrigens nicht auszumachen.

    Der Abend wurde mit Grillgut, Salat, diversen Leckereien und der Sichtung erster Bilder und Videos auf unserer Terrasse verbracht.
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    "Bedenken tragen sich leichter als Verantwortung..."

    Gru? Frank

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