So Hallo zusammen, bin leider aus meinem Urlaub zurück. Bin total deprimiert. Zwei Wochen lang Sonnenschein von früh bis spät und warmes Wetter. Und dann in Deutschland im Regen und dunkel bewölkten windigen Deutschland gelandet. Nun heißt es wohl wieder täglich nicht wissen was man anziehen soll. Aber mit Jacke, dicken langen Socken und langer Hose macht man wohl nichts verkehrt, oder? :muah:

So wollte nur mal kurz Bericht geben, ich habe vor Ort das Auto gemietet bei Autogalini und es hat alles perfekt geklappt. Eine Woche für 180 Euro ein Fiat Panda gehabt. Habe sogar auf die Reifenversicherung verzichtet, der Vermieter hatte mir gesagt das man das eigentlich nicht braucht wenn man befestigte Wege befährt. Und was anderes hatte ich auch nicht vor. Jedenfalls lief das ganz locker und ich habe da auch einfach mal vertraut. Bei der Übergabe wurde garnicht auf Kratzer oder ähnliches geschaut. Auch nichts weiter aufgeschrieben. Das Auto wurde gezeigt und erklärt und fertig. Rückgabe genau das selbe, wurde garnichts weiter kontrolliert. Ist doch eigentlich auch lächerlich. Nen Mietauto wird immer mal nen kleinen Kratzer haben, davon geht die Welt nicht unter. Klar für so Abzockerunternehmen kan sowas ein gefundenes Fressen sein. Aber Autogalini ist da total locker. Auto mieten, zurückgeben, fertig. Kann also gleichzeitig den Vermieter empfehlen.
Das Auto fahren hat auvh gut geklappt, allerdings musste ich feststellen wie lange man von a nach b braucht. Vorher dachte ich man hey da kann man ja locker die Insel abfahren. Am ende ist es dann aber doch anders, und mit der zeit wurde es auch anstrengend. Denke jeder der schon gefahren ist weiß was ich meine. Gerade auf der Hauptstraße Heraklion-Agia Galini-Rethimno sind einige Schlaglöcher. Dann kann man auch nicht wirklich schnell fahren. Also nach einer Woche hatte ich dann auch genug, es hat mich schon gestresst wie lang ich fahren musste um nur 20km zu schaffen.

Nun ja, mal ein kleiner Reisebericht.
29.5 Ankunft spät abends im strömenden Regen, herrlich. Uns wurde allerdings gesagt das es zuvor wohl viele Tage pausenlos regnete. Bei uns blieb es bei dem Regen bei der ankunft. Ab Tag 2 bestes Wetter. Glück gehant.
30.5 Den Ort angeguckt. Agia Galini. Und ich muss sagen, ich liebe ihn. Es ist im Süden schön ruhig. Aber Agia Galini ist die gute mischung. Ruhig, aber trotzdem was los. Paar Flaniermeilen usw. Der Ort auch wunderschön. Die verkehrsanbindung für den Süden perfekt. Geht nicht besser. Mittig gelegen. Muss sagen das ich schon verliebt bin. Würde wieder dorthin fahren. Richtig hübscher Ort.
31.5 Ab heute mit Mietauto. Zuerst zum Arkadi Kloster gefahren. Kannte ich schon, aber finde den Ort sehr bewegend. Von dort nach Eleftherna. Allerdings war mir nicht ganz bewusst das es dort mehrere Punkte zu sehen gibt. Dachte es sei nur "eine" Ausgrabung, also ein Punkt den es zu sehen gibt. Von dort dann zurück durch das Amarital. Ja und was soll ich sagen, was ist das denn bitte für ein Paradies? Diese Autofahrt war ein Erlebnis, wunderschön. Da fallen die Augen aus. Bei Spili dann rausgekommen und dummerweise nochmal nach Plakias. An dem Tag merkte ich schon wie falsch es ist Kilometerzahl mit der deutschen Fahrtzeit zu vergleichen. Waren dann nur ganz kurz da und schon total erschöpft, und dann wieder zurück nach Agia Galini. War einfach zuviel für einen Tag. Aber daraus lernt man ja.
1.6 Am zweiten Tag mit Auto Gortis und Festos angeschaut. Anschließend nach Matala gefahren. Was soll man sagen? Kreta ist eben so vielseitig. Eben noch zwei geschichtsträchtige Ausgrabungen, und kurze Zeit später Matala. Alles toll. In Matala da auf den Hügel gewandert wo es zum roten Strand geht. Von dem Hügel tollen Blick auf die Höhlen und den Strand. Auch ein ganz magischer Ort.
2.6 Die längste und anstrengenste Autofahrt. Erst ins Bergdorf Axos, dann nach Zoniana in die tolle Sventonihöhle und dann noch nach Anogia. Hin über Rethimno und zurück über Heraklion. Also das war schon ziemlich viel gefahren im Hinterland, ständig Kurven usw. Man kommt kaum vorran. Bestimmt insgesamt 5 Stunden gefahren.
3.6 Nach Zaros und die Rouvesschlucht durchlaufen. Hatten unsere 66 Jährige Mutter dabei und es war heiß. War garnicht so ohne und teilweise garnicht ungefährlich. An manchen Stellen stürzt man mit einem falschen tritt in den Tod. Sonst aber toll, und der Rastplatz auch klasse. Wahnsinn , man läuft so weit in eine Schlucht durch mehrere Berge, und kommt dann an so einem Rastplatz heraus. Wahnsinn

4.6 Kourtaliotikoschlucht angehalten und Schöne Fotos gemacht. Kannte ich schon. Danach zum Preveli Palmenstrand und abends vor Heimfahrt zum Kloster Preveli.

5.6 Nochmal ins Amarital gefahren. Und dort ganz zufällig die San Antonios / Patsos Schlucht entdeckt. Das war ein magischer Ort. Diese kleine Höhlenkapelle, toll. Diese ruhe......der weg allerdings auf der einen Seite abenteuerlich. Bin ganz schön abgerutscht und ins Wasser geknallt. Dann um den Potamon Stausee rungefahren, weiter nach Thrones. Von dort nochmal nach Spili und dort was gegessen.

6.6 Letzter Tag mit Auto. Zuerst noch Agia Triada angeguckt. Dann weiter nach Kouses zum Kräuterladen Botano. Dann wollten wir nochmal Matala, allerdings war es zu heiß im Auto, weshalb wir die Kräuter und Honig erstmal ins Hotel brachten. Und dann nochmal nach Triopetra gefahren sind. Was ein traumhafter Strand. Genial. So etwas menschenleeres. Ein Riesen Strand und man ist fast allein. Kristallklares Wasser und eben die Felsen im Meer. Also genial. Das war es dann mit dem Auto.

7.6 Von Agia Galini nach Agios Georgios gewandert. Und meine schönste Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich überhaupt gemacht. Gastfreundschaft erlebt. Wir wanderten dort hin und mitten im "nichts" war ein einzelnes Haus mit großem Grundstück. Meine Mutter schaute so herein und ich sah einen Mann dort im Garten arbeiten. Er rief Tomato, Granata usw und zeigte auf seine Früchte. Viel arbeit sagt er. Er schmiss uns drei Tomaten zu. Er konnte kaum englisch und nur einzelne Worte deutsch. Wir können kein griechisch. Er sprach also viertel deutsch, viertel englisch und Rest griechisch. Trotzdem konnte man sich verstehen. Er hatte wohl Appartement dort zu vermieten und erzählte halt das er deutsch durch die Gäste lernt. Plötzlich wollte er uns einen Wein geben. Wir kamen auf sein Grundstück und er führte uns durch den Garten, zeigte alle Kräuter und Früchte. Schenkte uns eine Grapefrucht, Aprikosen usw. Dann führte er uns durch das Appartement und anschließend in seine Wohnung. Dort füllte er den Tisch mit seinen Oliven, Käs, Artischocken und brachte Wein. Saßen zusammen. Das tolle war, obwohl man sich nicht richtig verständigen konnte, fühlte man sich sicher und geborgen. Kein Gefühl von Unbehagen. Sonst kenne ich das so, das die Sprachbarriere schon belastend sein kann. Aber in der Situation war es als würde man bei Opa sitzen. War ein älterer Mann. Ganz toll. Er musste dann abrupt abbrechen, zur Verabschiedung nahm er uns in den Arm und küsste uns. Muss sagen das ich sowas nie erlebte. Das einem sowas selbst erfährt hätte ich nicht erwartet. Naja dann später am Strand gebadet und wieder zurückgewandert. War auch recht ruhig der Strand.

8.6 Wieder gewandert, diesmal zu diesem tollen Aussichtspunkt über ganz Agia Galini. Wie der heißt weiß ich nicht, aber denke man weiß was ich meine. Dort auf der ecke noch etwas gelaufen undspäter im Meergebadet.

9.6 Heute mal ganz ruhig, erst spät los und nur zum Strand in Agia Galini

10.6 Am Meer gewandert nach Kokkynos Pirgus, dort gebadet und später wieder zurück

11.6 Tag vor der Abreise, nochmal durch Agia Galini gelaufen, was gegessen und Fotos gemacht

12.6 Abreise.
Wie ihr seht habe Ich wieder einiges gesehn. Zuerst mit dem Auto, und die zweite Woche alles Rund um Agia Galini abgewandert.
Beste Grüße