Hallo zusammen,
hier ist der versprochene Bericht über die Monate 11 und 12 unserer Panamericana-Reise:
Fast 11 Wochen sind wir in freiwilliger Selbstisolation auf dem wirklich schönen Campground „Yax Ha“ in Calderitas / Chetumal auf der Yucatan Halbinsel, kurz vor der Grenze nach Belize.
Die Grenzen sind nach wie vor rund um Mexiko geschlossen, auch Reisen im Land ist kaum möglich, zwischen den einzelnen Bundesstaaten sind die Grenzen meist geschlossen, sogar einzelne Städte blockieren die Zufahrt für Fremde.
Nunja, es gibt Schlimmeres, als die „Krise“ hier auszusitzen.
Wir haben unendlich Zeit, - endlich mal „Urlaub“, - die letzten Monate waren verdammt anstrengend, wir hängen einfach rum, - direkt am Karibischen Meer, haben einen tollen Pool am Platz, können Mangos und Kokosnüsse direkt von den Bäumen ernten, zum Einkaufen in die Stadt, uns mit unseren wenigen Nachbarn zusammensetzen, wir sind nur 4 Fahrzeuge hier am Platz, 10 Personen, aber eine recht interessante Mischung, 1 Paar aus USA, sie Britin, er Kalifornier, 1 Famile aus Mexiko, sie Argentinierin, er Chilene, die beiden Kids Mexikaner, 1 Paar aus Österreich und wir beiden aus Deutschland, dazu das überaus nette, mexikanische Personal.
Draußen am Strand kommt auf der Suche nach Futter immer mal ein Delphin vorbei, eine Seekuh zeigt sich kurz, über uns fliegen täglich Pelikane und eine Vielzahl Fregattvögel schwebt majestätisch über das Meer, - eines morgens schlängelt sich eine Boa constrictor über den Platz, - schönes Tier, - Domingo, unser Gärtner, schafft sie weg.
So viel Zeit und Ruhe hatten wir seit vielen Jahren nicht.
Auch Zeit, immer mal was am und im HerrMAN zu erledigen, - Fotos und Reiseberichte nachzuarbeiten, - einen ersten, halbstündigen Videofilm über unsere Reise durch Kanada und Alaska wird dabei schon mal fertig.
Naja, allerdings wird es dann Mitte Mai so langsam weniger gemütlich, das herrlich angenehme Wetter beginnt sich zu ändern, die sommerliche Regenzeit ist in diesem Jahr etwas früher dran, - fast täglich ziehen nachmittags dicke Wolken auf und es regnet, manchmal nur 10 Minuten, öfter aber auch kräftig und für annähernd eine Stunde, - zweimal ist „Land unter“, wir stehen komplett in einem See, zudem blitzt und donnert es dabei öfters mal. Und ab Juni beginnt dann auch die Hurrikanzeit.
Nachdem wir unsere Reise sowieso von Ende April bis Anfang November unterbrechen wollten, wird es halt nun Anfang Juni, - auch gut.
Unser erster gebuchte Flug mit Condor ab Cancun wird 4 mal umgebucht und letztendlich ersatzlos gestrichen, jetzt haben wir einen Gutschein !?
Wir entschließen uns, es ab Mexiko-City zu versuchen, 1.450 km durchs Land mit erstaunlich wenig Problemen, hie und da eine freundliche Kontrolle, meist werden wir durchgewunken.
Nachdem Frankfurt zur Zeit nicht angeflogen wird, planen wir einen Flug nach Amsterdam, bis wir erfahren, daß KLM derzeit keine Hunde transportiert, so bleibt uns nur Paris mit AirFrance.
Und so wird es dann, - am 03. Juni fliegen wir, die Corona-Maßnahmen sind eher locker, lediglich dieser Mundschutz ist im Flughafen und im Flieger Pflicht, - ok, bei 11 Stunden mit 200 Menschen im Flieger vielleicht nicht das Schlechteste.
Von Paris fahren wir mit einem Mietwagen zurück nach Deutschland, auch bei der Einreise in Paris und beim Grenzübertritt nach Deutschland gibt es keinerlei Probleme.
Am 04. Juni, spätabends sind wir zurück, - zufällig auf den Tag genau ein Jahr nachdem wir mit dem Flug von Frankfurt nach Halifax / Kanada unsere Reise begonnen haben.
Nun begeben wir uns zunächst für 2 Wochen in freiwillige Selbstisolation, - besser ist das wohl.
Unser HerrMAN steht über den Sommer bei Mexiko-City auf einem sicheren Campground und wartet darauf, daß wir Anfang November wieder eintreffen und unsere Reise fortsetzen.
Wir hoffen, daß sich die Situation an den Grenzen Richtung Mittel- und Südamerika bis zum Herbst normalisiert hat und Reisen wieder möglich sein wird.
Wir danken Euch fürs Mitreisen, für Euer Interesse an unserem Trip und für die guten Wünsche, die uns immer mal wieder erreicht haben.
Ich sag Bescheid, wenn es dann mal wieder los geht.
Schöne Grüße und vllt. sieht man sich ja auf Kreta, Ende Juli wollen wir los.
Heike und Hermann
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