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Thema: Energieautonomie „Crete Valley"

  1. #1
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    Standard Energieautonomie „Crete Valley"

    Das Projekt „Crete Valley“ ist ein europäisches Projekt. Es soll bis 2028 durch die Installation von Energiezentren (CELs) in den vier Gebieten Arvi, Atherinolakkos, Arkalochori und Lasithi-Plateau) für ein nachhaltiges und dezentrales Energiesystem entstehen.

    "...Hauptziele und Merkmale: Energieaufrüstung: Umwandlung Kretas in ein dezentrales Energiesystem. Energiedemokratie: Aktive Beteiligung lokaler Gemeinschaften an der Energieerzeugung und -Verwaltung... Technologie: Nutzung geothermischer Energie (Wärmeaustausch in den oberflächennahen Bodenschichten) zur Energiegewinnung..."

    LG, Tom

  2. #2
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    Umwandlung Kretas in ein dezentrales Energiesystem. Energiedemokratie: Aktive Beteiligung lokaler Gemeinschaften an der Energieerzeugung
    Weiß jemand welche Anreize oder Hürden es in GR, bezüglich der in DE "Balkonkraftwerk" genannten Anlagen gibt?
    Eigentlich müssten die doch eine lohnende Investition sein, gerade auf Kreta.
    Ich habe meinen Vermieter schon öfter darauf angesprochen, bin aber auf wenig Gegenliebe gestoßen.

    Der Strompreis scheint sich hier nicht einfach aus der Rechnung ablesen zu lassen,
    weil da wohl noch andere (kommunale) Abgaben mit dabei sind.
    Mir konnte zB. noch nie jemand genau sagen wie hoch der Strompreis hier ist, oder wollten es nicht sagen.
    Kann mir jemand sagen wie hoch der Strompreis pro kWh auf Kreta ist?
    Wenn ich das richtig verstanden habe gibt es nur einen Stromanbieter auf der Insel.
    Der Preis sollte also überall gleich sein.
    Natürlich kommen da noch Grundgebühren dazu.
    Aber die interessante Zahl, mit der sich die Ersparnis errechnen ließ, ist eben der Preis pro kWh.
    Oder ändert sich die Grundgebühr mit dem Verbrauch?

    Hat hier schon jemand mit Balkonkraftwerken Erfahrungen gemacht?
    Ich meine damit die Anlagen mit 2 Platten, ca.800W, und einem Wechselrichter.
    Nicht die kleinen Platten die man auf Wohnwägen sieht.

    Gruß Bernd

  3. #3
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    Kalimera Bernd,

    Balkonkraftwerk gilt hier als PV Anlage und muss angemeldet bzw. genehmigt werden.

    Stromanbieter gibt es wohl unterschiedliche, genauso wie Tarife.

    Strompreis geht deutlich aus unserer Rechnung hervor, wenn ich den Strompreis durch den Verbrauch teile.
    Kann bei uns aber wegen der PV anders sein.

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  4. #4
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    Hallo,
    ja es ist richtig, Balkonkraftwerke müssen genauso wie PV Anlagen angemeldet und genehmigt werden!
    Momentan gibt es wohl sehr lange Verzögerung bei der Abnahme einer installierten Anlage. Ich habe mir letztes Jahr im April einen Carport bauen lassen (natürlich mit Genehmigung). Auf diesen Carport kam dann eine 6 KW Anlage, zusätzlich mit 5 KW Speicher. Wurde auch alles genehmigt von DEI, aber ich habe bis Heute noch keinen neuen Zähler, damit ich den überschüssigen Strom ins Netz einspeichern kann. Der Grund ist wohl laut meinem Installateur, der Bau einer Stromleitung zum Festland, hier ein Link dazu:

    https://radio-kreta.de/was-ist-bloss...aus-kreta-los/

    Momentan produziert meine Anlage nur soviel Strom wie ich verbrauche, obwohl sie einiges Mehr könnte!
    Da ich ein absoluter Fan von E-Autos bin, fahre ich seit Dezember eins. Somit kann ich über die Wallbox mein Auto mit dem überschüssigen Strom laden. Die Wallbox ist auf 4 KW Ladung eingestellt, obwohl sie anders als in Deutschland, mit bis zu 22 KW laden kann, aber ich will ja keinen Strom dazu kaufen.
    Grüße
    Micha

  5. #5
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    Hallo,

    bei uns ging das vor 18 Monaten relativ entspannt von statten, die Sache hat ein Freund von uns in die Hand genommen, inkl. Genehmigung und Aufbau, DEI hat den alten Zähler gegen einen Digitalen Stromzähler gewechselt und wir haben dann noch für einen zweiten digitalen bezahlt der für die Einspeisung zuständig ist.
    Speicher brauchen wir nicht, haben Net Metering.

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  6. #6
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    Vielen Dank für eure Infos, Ralf und Micha.
    Doch leider habe ich noch keine Antworten auf meine Fragen.
    Kann mir jemand sagen wie hoch der Strompreis pro kWh auf Kreta ist?
    Egal welcher Tarif, egal welcher Anbieter, nur um mal eine Hausnummer zu haben.
    Hat hier schon jemand mit Balkonkraftwerken Erfahrungen gemacht?
    Ich meine damit die Anlagen mit 2 Platten, ca.800W, und einem Wechselrichter.
    Eine 6kW Anlage ist kein Balkonkraftwerk nach DE-Definition.
    So eine Anlage ist wahrscheinlich überall genehmigungspflichtig.

    In DE gibt es ja in letzter Zeit große Fortschritte,
    was den Abbau bürokratischer Hemmnisse angeht.
    Von der Politik wird ja oft über "EU-weite Harmonisierung" gesprochen.
    Ist davon hier schon etwas zu spüren?

    Zum Laden eines E-Autos herrschen hier natürlich fast ideale -Wetter- Bedingungen.
    Doch den Speicher würde ich mir auch sparen.
    Man müsste mal durchrechnen wie lange ich das Auto laden muss,
    um den Preis des Akkus wieder rein zu bekommen.
    Sicherlich einige Jahre.

    Viel besser scheint mir die Idee zu sein:
    den Autoakku mit billigem Solarstrom aufladen,
    und bei hohen Strompreisen davon etwas ins Netz einzuspeisen, also zu verkaufen.
    Da hat sich in DE ja etwas geändert, dass man für die Einspeisung keine Steuern mehr bezahlen muss,
    egal woher ich den Strom, die Akkuladung, bekommen habe.
    Für Wenigfahrer mit PV-Anlage sicher sehr lukrativ.
    Und vor allem: ein Schritt zur Dezentralisierung, die ja angestrebt wird.

    Gruß Bernd

  7. #7
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    Kalimera Bernd,

    Ich meine von ca. 9 bis 16 Cent gehört zu haben.
    Wir sind bei DEI im grünen Tarif, ist der teuerste und wechseln diesen evtl.,
    ist uns im Grunde aber egal da wir nichts bezahlen!

    Und nochmal, es gibt keine Balkonablage, nur PV Anlagen.
    Genehmigungspflichtig sind die Anlagen schon wegen dem Semi Stromnetz,
    da kann die EU beschließen was sie will.

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  8. #8
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    Hallo Ralf,

    danke für deine Antwort.
    Meinst du wirklich 9 bis 16 Cent pro Kilowattstunde?
    Wenn das so wäre, dann würde ja niemand eine PV-Anlage errichten.
    Dann kann ich auch verstehen dass mein Vermieter kein Interesse hat.

    In DE wird ja argumentiert, dass es sich erst bei Strompreisen über 30ct RICHTIG lohnt.
    Denn wer will schon 15 oder 20 Jahre warten bis er Geld von der Anlage zurück bekommt.
    Und von "Förderung" habe ich hier auch noch nichts gelesen.
    Natürlich gibt es auch Idealisten, die es der Umwelt zuliebe machen.
    Doch die sollten dabei auch bedenken welche Rohstoffe und Energie für die Herstellung der Anlagen gebraucht werden,
    und das in ihre Rechnung einbeziehen.
    Ich glaube das es die meisten nur des Geldes wegen machen.
    Ein bisschen Idealismus ist natürlich immer mit dabei.
    Doch dann wird auch die Methode:
    billigen Solarstrom in den Autoakku laden und ihn dann zu Hochpreiszeiten zu verkaufen, fraglich.
    Und das Laden des eigenen Autos mit Solar und dafür noch einen teuren Pufferakku anzuschaffen, erst recht.
    Dann wird ja das Auto schon verschrottet oder verkauft,
    und der Akku ist noch nicht abbezahlt von dem erwirtschaftetem Strom.

    Und sorry, deine Aussage das BalkonKW wie große PV-Anlagen behandelt werden, habe ich überlesen.

    Gruß Bernd

  9. #9
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    Hallo Bernd,

    du denkst zu deutsch bzw. vergleichst alles damit.
    Hier ist Solar und Windkraftweke ein großes Thema, ein Freund macht das im großen Stil.

    Bei uns hat sich die Anlage in 7 Jahren amortisiert, evtl. auch eher, du brauchst nur genug Verbraucher. 😁

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  10. #10
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    Ja, da hast du sicher recht.
    Aber wenn man Jahrzehntelang auf Effektivität und Kosten/ Nutzen-Vergleich getrimmt war,
    dann lässt sich das nicht so leicht abstellen.

    Gruß Bernd

  11. #11
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    Gerade dann lohnt sich die PV,
    musst nur umdenken und alles auf Strom auslegen!

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  12. #12
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    Nö, nö, ich koche weiterhin mit Gas, es gibt nichts Besseres!
    Und in meinen Ofen kommt weiterhin das Holz das hier überall rumliegt.
    Ja, aber elektrisch Licht wäre eine gute Idee.
    (Schade, hier gab es früher mal einen Smiley mit einer Glühlampe... Tooooom!)

    Gruß Bernd

  13. #13
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    Hallo Bernd,
    also ich habe mich erkundigt was den Strompreis betrifft. Zum einen bei meinem Installateur und dann habe ich noch Chat GPT gefragt. Von beiden kam eine ähnliche Antwort. Der Preis für ein KW in Griechenland liegt, inclusive Gebühren und Steuern bei ca 24 Cent. Ist aber abhängig vom Tarif und Verbrauch. Chat GPD bietet sogar an, wenn du ihm deinen Jahresverbrauch sagst, welcher Tarif am günstigsten ist!
    Was meinen Speicher betrifft, ich hätte mir das Geld auch gerne gespart, aber so wie Ralf es sagt mit dem Net Metering, das gibt es nicht mehr und die wo es haben, die haben Besitzstandswahrung. Konkret war es so, das man den überschüssigen eingespeisten Strom wieder zurück bekommt, wenn mal die Sonne nicht scheint. Ich habe mir den Speicher nicht nur angeschafft um mein Auto damit zu laden. Wie jeder weiß, geht auch auf Kreta mal die Sonne unter und dann braucht man im Sommer auch mal die Klimaanlage, was braucht die? Strom. Obwohl meine Klimaanlage ganz neu ist, zieht sie doch einiges an Strom und somit aus dem vollen Speicher. Ich habe auf meinem Handy eine App, die zeigt mir das gesamte Strommanagment an und da siehst du erst mal wieviel Strom die einzelnen Geräte verbrauchen.
    Du sagst es gibt nichts besseres als Gas und Strom, OK, ich sehe das ein wenig anders. Natürlich kann man in jedem Guten auch was Schlechtes sehen. Klaro die Herstellung der Batterien ist sehr aufwendig und es bedarf auch viel Komponenten dafür. Andersrum haben wir aber viel Sonne und Wind das sollte man meiner Meinung nach auch nutzen, denn auch die Ressourcen von Gas, Öl Kohle und Holz werden mal zu neige gehen.
    Ja, ich gebe zu, ich bin diesbezüglich sehr Grün angehaucht und bin einer der Idalisten, die du in deinem Artikel erwähnst, aber ich mache das nicht der Kohle (Geld) wegen, vielleicht denke ich auch ein wenig an meine drei Enkelkinder
    In diesem Sinne
    Micha

  14. #14
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    Hallo Micha,

    das Net Metering Programm gibt es noch immer, es wurde nur hinsichtlich der 1:1 Einspeisung - Verbrauch geändert,
    würde auch mal behaupten, dass es jetzt gerechter ist. Also den Speicher hättest dir sparen können!

    Grüße, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  15. #15
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    Hallo Micha,

    meine Äußerung zum Idealismus war keinesfalls böse oder abwertend gemeint.
    Als ich 1995 mein Haus gebaut habe, da habe ich auch einen hochdämmenden Baustoff -Gasbeton- verwendet,
    obwohl andere Baustoffe billiger gewesen wären.
    Auch eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung habe ich einbauen lassen.
    Beide Maßnahmen habe ich nicht bereut, und mich jahrelang über einen geringen Ölverbrauch gefreut.
    Doch letztendlich habe ich das gemacht um langfristig die laufenden Kosten gering zu halten,
    mir ging es dabei nicht hauptsächlich um den Umweltschutz.
    Idealismus muss man sich auch leisten können.
    Für mich war es damals nicht nur finanziell ein großer Kraftakt, bei dem viele die Machbarkeit angezweifelt hatten.

    Bei den Strompreisen scheint es hier ja beträchtliche Unterschiede zu geben.
    Bei 24ct lohnt sich PV dann schon eher.

    Gruß Bernd

  16. #16
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    Hallo Bernd,

    ich verstehe hier so einiges nicht, bis auf den Punkt, "das man sich eine PV leisten können muss".

    Erstens, wie schon geschrieben, gibt es das Net Metering Programm noch.
    Damit ist ein Speicher unnötig, wenn man nicht autark sein will.

    Zweitens, ist der Ertrag im Verhältnis zur Größe sehr gut und damit die Amortisierung der Kosten überschaubar.

    Drittens, natürlich ist der break even schneller erreicht wenn der Strompreis höher ist,
    aber wo soll dieser liegen? Wir haben 4 A/C, Infrarot Heizstrahler, Pool, Außenbeleuchtung, E- Roller usw. da ist die Anlage schnell bezahlt.
    Wir sind jetzt nicht gerade ein representatives Bsp., aber bei uns hat sich diese Situation auch erst nach der PV entwickelt, bzw. wir haben uns angepasst.

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

  17. #17
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    Hallo Ralf,
    laut meinem Installateur und laut meines PC gibt es das Net Metering seit 2024 nicht mehr, es wurde ersetzt durch das Net Billing, das heißt, ich bekomme für meinen überschüssigen Strom eine Vergütung!
    Hier mal ein Auszug aus dem Netz:

    "In Griechenland wurde das klassische Net Metering (energetische Verrechnung) im Jahr 2024 für die meisten neuen Anträge eingestellt und durch das neue Net Billing-System ersetzt.
    Hier ist der aktuelle Stand für 2026:
    1. Übergang zu Net Billing
    Seit Mitte 2024 ist für private Haushalte und Unternehmen in der Regel kein neues Net Metering mehr möglich. Das neue System, Net Billing, funktioniert wie folgt:
    Eigenverbrauch: Der direkt verbrauchte Solarstrom ist kostenlos.
    Überschuss: Strom, der nicht sofort verbraucht wird, wird ins Netz eingespeist und zu Marktpreisen vergütet, anstatt 1:1 mit verbrauchter Energie verrechnet zu werden.
    Wirtschaftlichkeit: Die Amortisationszeit für Photovoltaikanlagen liegt unter diesem System für Haushalte bei etwa 5 bis 7 Jahren."
    Net Billing habe ich dann auch, wenn dann mal der neue Zähler kommt!
    Grüße
    Micha

  18. #18
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    Hallo Micha,

    ja, dass ist absolut korrekt, nur für mich ist das immer noch Net Metering,
    Unterschied ist halt das verrechnen mit Geld.
    Unterm Strich lohnt es sich m.M.n. immer noch, was ich so auch aus deinem Posting lesen kann. 😁

    Sorry das ich da kein namentlichen Unterschied gemacht habe und dadurch dieses Missverständnis aufgekommen ist.

    Es wohl kein Net Metering mehr geben, weder in Griechenland noch sonst wo.

    Gruß, Ralf
    Liebe Grüße
    Manu & Ralf

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