In einer Meisterleistung städtebaulicher Planung ist die lang erwartete Sanierung des historischen Stadtmarkts von Chania auf ein kleines Hindernis gestoßen: Die Händler, die den Markt berühmt gemacht haben, können es sich nicht mehr leisten, dort ihre Stände zu betreiben.
Nachdem sie jahrzehntelang unter dem kreuzförmigen Dach Graviera, eingelegte Oliven und lokales Meersalz verkauft hatten, kündigten mehrere traditionsreiche Geschäftsinhaber an, dass sie bis zum Stichtag am 29. Juli keine Anträge auf Wiederansiedlung einreichen werden. Der Grund? Eine brandneue Mietpreisstruktur, die von einem vereidigten Gutachter der Stadt ausgearbeitet wurde und deren Zahlen offenbar davon ausgehen, dass jeder Standbesitzer eine margenstarke Luxusboutique betreibt.
Der Händlerverband äußerte bittere Enttäuschung, da die Familienbetriebe, die diesem Wahrzeichen seine Seele verliehen haben, erkennen, dass sie offiziell aus der „neuen Ära“ herausgepreist werden.
Die Stadtverwaltung von Chania machte ihre Haltung unmissverständlich klar: Es gibt keine weiteren Verlängerungen für die Anträge der Händler. Stände, die von protestierenden langjährigen Händlern leer stehen gelassen werden, werden sofort in eine öffentliche Ausschreibung gehen, was den Weg für finanzkräftige Neulinge ebnet, die bereit sind, hohe Quadratmeterpreise zu zahlen.
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Kurz gesagt: Jetzt den traditionellen Metzger aus dem Markt drängen, später herausfinden, wer das Fleisch verkaufen wird.