Hallo zusammen,
hier gehts nun weiter:
Teil 2:
Nach unserer ersten kalten Wüstennacht fahren wir weiter, außerhalb jeder Zivilisation, immer Richtung Süden, durch faszinierende Fels- und Geröllwüsten. Wir sehen versteinerte Bäume (Bild 1), mit Wüstenlack überzogene, riesige Mondlandschaften (Bild 2), die bis zum Horizont reichen, fahren dann durch schöne Wadis bis zum Erg Ubari, einer kleinen Sandwüste mit schönen Dünen (Bild 3).
Am nächsten Tag: Erste Ausläufer des Akakus-Gebirges am Horizont, riesige Täler, unvorstellbare Weiten, die wir durchqueren, und immer wieder Sand, in den unterschiedlichsten Farben von schneeweiß über hellgelb, orange, rot, bis hin zu dunkelbraun und grau, auch mehrfarbig aufeinandergeschichtet, die Trennlinien wie mit dem Lineal gezogen. (Denkt bitte nicht, die Wüste sei eintönig, sie ist so was von abwechslungsreich und interessant.) Faszinierend schön ! (Bild 4 und 5)
Am fünften Tag passieren wir das Wüstenstädtchen Ghat (Bild 6). Wir besichtigen die Altstadt und die Festung hoch über der Stadt und kehren dann in einem Cafe ein.
Bald ziehen wir weiter, passieren den Idinen, den legendären Geisterberg der Tuareg (Bild 7) und kommen dann zu einem kleinen Camp in Al Awaynat.
Hier können wir uns ausgiebig den Sandstaub der Vortage vom Körper duschen (Bild 8).
Ein fast komisches Gefühl, so ganz sauber und frisch eingekleidet, fast irgendwie unpassend.
Und schon gleich nach dem Mittagessen und einem ausgiebigen Teeplausch zieht es uns wieder in die Wildnis.
Das Akakus-Gebirge mit seinen schwarzen Felsmassiven und seinen staketenartigen Fingerfelsen in leuchtendgelbem Sand (Bild 9 und 10).
Dieses Panorama, der Ausblick aus dem Zelt (Bild 11), und die Morgenwanderung durch diese Landschaft. Unvergessliche Momente.
Hier ist es so traumhaft schön, dass wir eigentlich gerne länger bleiben möchten.
Doch es gibt noch viel mehr zu sehen, und Uwe treibt uns voran !
Erste Felszeichnungen und bis zu 10.000 Jahre alte Felsgravuren (Bild 12) säumen die Felsüberhänge der ausgetrockneten Flusstäler Wadi Techuinet und Wadi Anshalt und berichten von besseren Zeiten vor einigen tausend Jahren.
Am nächsten Morgen wandern wir wieder durch diese herrlich abwechslungsreiche Landschaft zum Elefantenfuß, einem skurrilen Felsgebilde in einem alten Flussbett (Bild 13).
Und ganz selten begegnen wir auch Menschen. Nomaden, die hier in irgendeinem Wadi, unweit eines Brunnens ein karges Auskommen gefunden haben. Eine kleine Ziegenherde, ein paar Kamele, eine Hütte aus Natursteinen und Zweigen, das reicht wohl aus (Bild 14).
Dann erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Reise, den Fozzidjaren-Bogen. Ein überwältigendes Bauwerk der Natur, 80 Meter hoch, in Jahrmillionen von der Natur geschaffen (Bild 15). (Wer das Bild etwas vergrößern kann, achte mal auf den kleinen gelben Punkt unten, in der Mitte des Torbogens. Um mal einen Größenvergleich zu kriegen, hat sich ein freundlicher Helfer ins Bild gestellt.)
So weit, so gut für heute.
Viel Spaß dabei.
Es folgt dann noch ein dritter Teil.
Gruß hermann




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