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Thema: SüdSüdSüdSüdKreta-Reise

Baum-Darstellung

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  1. #12
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    Standard AW: SüdSüdSüdSüdKreta-Reise

    So, heute gibts den 4. und letzten Teil:

    Nach dem herrlichen Umm el Maa und einer weiteren Nacht im Sand geht es nun heute weiter an den Maflu See.(Bild 1).
    Den ersten Tag haben wir heute keine Sonne am Himmel, es ist etwas bedeckt.

    Am See haben Tuareg aus Südlibyen, oft auch aus dem nahen Tschad oder dem Niger ihre kleinen Verkaufsstände mit Silberschmuck aufgebaut und harren mit einer Engelsgeduld auf die wenigen Besucher die im Laufe eines Tages dort vorbeikommen.
    Einen dieser stattlich stolzen Bilderbuchtargi habe ich mal aufgenommen.(Bild 2).

    Unser weiterer Weg führt uns zum nächsten einer ganzen Reihe von kleinen Seen mitten in der Sandwüste. Etwas abseits des heute auch ausgetrockneten Sees liegt das verlassene Dorf der „Wurmesser“. So nannte man einst abschätzend die Bewohner, die ihren Lebensunterhalt durch das „Abernten“ einer kleinen Krebskolonie am Rande des Sees bestritten. Kamelkarawanen brachten die Delikatesse in die entlegensten Winkel des Landes.
    Die alte Moschee und viele Überbleibsel der Zivilisation zeugen noch heute vom einstigen „Wohlstand“.(Bild 3).

    Wenig später treffen wir beim letzten und größten dieser Seen ein, dem Gabroon-See. Umrahmt von riesigen Dünen (Bild 4) und --- mit einem „Restaurant“.(Bild 5) !
    Hier ist Mittagessen angesagt, und es gibt Kaffee und Tee zu kaufen.
    (Novum am Rande: An einem international besuchten Ort gibt es natürlich auch eine internationale Preistafel: Der Tee kostet hier laut Aushang 1 Dollar, 1 Euro oder 1 libyschen Dinar ! Alles für 1 --- also 0,65 Euro für den Dollarzahler, 1 Euro für den Eurozahler und etwa 0,55 Euro für denjenigen der mit der Landeswährung zahlt ! So einfach kann Preisauszeichnung sein !)

    Nach einem längeren Aufenthalt haben wir nun die letzten drei Sunden Dünenfahrt vor uns. Und die haben es heute in sich. Ständig hat sich eines unserer 5 Fahrzeuge irgendwo eingegraben, der Sand ist weich, die Dünenhänge steil und eine Piste weit und breit nicht zu sehen. Da hilft meist nur ausgraben oder schieben. (Bild 6).

    Heute noch nehmen wir Abschied von der Wüste, wir kommen dem Oasenstädtchen Sebha unaufhaltsam näher.
    „Könnten wir uns hier nicht mal richtig festfahren, damit wir noch ein wenig bleiben können ?“

    --- Ende der Träumereien, es geht unaufhaltsam weiter, die Müllberge der Zivilisation werden zunehmend häufiger und größer. Sebha kann nicht mehr weit sein !
    Dann sind wir da ! In einem Camp am Rande der Stadt gibt es eine längere Pause.
    Hier gibt es den genialsten Capuccino der Welt. (Bild 7)
    Und auch einen kleinen Tierpark, mit Straußen, Klippschliefern, Wildkatzen, Schlangen und einem Fennek. Endlich kriegen wir mal den scheuen, kleinen Wüstenfuchs zu sehen. (Bild 8).

    Anschließend ein letztes Abendessen unseres „Wüstenkoches“ und dann der Abschied von unserem Koch und den Fahrern.
    Schade, man kommt sich doch näher, trotz der Sprachbarrieren. -- und hätte doch noch so manches zu sagen gehabt !

    Nur unser Reiseleiter und unser Polizist fliegen noch mit uns heute Abend, etwa 1 Stunde immer nach Norden, in die Hauptstadt Tripolis.

    Dort begegnen wir der Zivilisation dieser Welt, mit aller Wucht:
    Flughafen, Lautsprecher, Kofferbänder, Hektik, Lärm, Gestank, Autos, Hupen, viele Menschen. --- fast ein Kulturschock.
    Herausgerissen aus der Stille, der Weite und der Geborgenheit der Wüste !
    Wie einem das auffällt, nach der langen Abstinenz !

    Das Safari Tourist Hotel, am Rande der Medina wird für die nächsten zwei Nächte unser Domizil sein. (Bild 9).

    Nach einer kurzen Nacht und einer ausgiebigen Dusche steht heute eine Busfahrt zu den Ausgrabungsstätten von Leptis Magna auf dem Programm.
    Eigentlich nicht so mein Fall, schon gar nicht nach den Erlebnissen der letzten Tage.

    Aber ...
    Als wir erst da sind, bin ich doch einigermaßen von den Socken !
    Eine solch mächtige Ausgrabung habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen ! Delphi, Knossos und andere sind im Vergleich zu dem was ich hier vor mir sehe regelrecht kleine Provinznester.
    Alte römische Stadttore, (Bild 10) mit gepflasterten Straßen, riesige Badehäuser, (Bild 11) Wohnhäuser, Kathedralen, Gerichtsgebäude, (Bild 12) ein großes Forum, ein alter Hafen mit Kaimauern und Befestigungsanlagen, ein Amphitheater (Bild 13) und eine riesige Arena mit 15.000 !!! Sitzplätzen. (Bild 14). Wunderbar erhalten, ausgegraben unter Massen von Sand. Gut und gerne über eine Länge von fast zwei km ziehen sich die Gebäudereste und Säulengänge an der Küste entlang. Ich bin schwer beeindruckt !!

    Zurück in Tripolis bummeln wir nachmittags ein wenig durch die Medina, (Bild 15) sitzen im Straßencafe, Heike ersteht schon mal ihre Reisemitbringsel (billige Zigaretten zu 8 Euro die Stange !) und gehen am Abend zum Fischmarkt am Hafen und essen in einem Restaurant eine wirklich tolle Fischplatte.(Bild 16).

    Am nächsten Tag erwartet uns mit Sabratha die nächste Besichtigung antiker Ausgrabungsstätten. (Bild 17).
    Nicht ganz so riesig, wie die in Leptis Magna, aber mit sehr gut erhaltenen Mosaikfußböden aus einer ausgegrabenen Basilika (Bild 18), die im angegliederten Mosaikmuseum geschützt untergebracht sind. Und auch wieder ein mächtiges Amphitheater (Bild 19).

    Am Nachmittag dann noch einmal die Altstadt von Tripolis, bummeln, einkaufen, im Cafe sitzen, und am Abend fliegen wir weiter, nach Tunis.

    Nach einer kurzen Nacht in einem einfachen Touristenhotel geht es schon früh am Morgen wieder zum Flughafen und zurück nach Frankfurt.


    Vielleicht habe ich ja bei manch einem das Interesse an einer Tour geweckt, oder zumindest ein wenig Spaß am Mitreisen erzeugen können.
    Mir jedenfalls hat es mächtig Spaß gemacht, die Tour noch einmal in Gedanken zu erleben.

    Und so habe ich wenigstens schon wieder einen Reisebericht fertig, den ich sowieso irgendwann einmal auf meiner seit Jahren geplanten, eigenen HP einstellen kann.

    Hoffentlich hat es Euch Freude gebracht, mitzureisen.

    Schöne Restostern noch hermann
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    Ist noch λ ? Ja, aber das φ ist noch ρ !

    Alle Infos ?ber Frangokastello:http://www.Frangokastello-und-Meehr.de
    Unser aktueller Reiseblog:http://www.HerrMANaufReisen.wordpress.com

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