Ja, den Artikel hatte ich auch gelesen. Mir erschließt sich allerdings nicht, wie durch die angestellten Überlegungen der Übertourismus reguliert oder vermieden werden soll. Es wird deutlich gesagt, dass man die zahlungskräftige ( ! ) Kundschaft aus den USA, China und Indien im Blick hat. Die möchten dann eben auch Entsprechendes - und zwar nicht nur die Kulturgüter - sondern Unterkunftsqualität sehen. Kleinere Familienbetriebe ohne Pool, Heizung, Bar, Restaurant und Service 24/ 7 werden da keine Chance haben.
Wie es zu einer Entlastung der Hotspots in den Sommermonaten kommen soll, erklärt der Artikel aus meiner Sicht nicht.
Es geht darum, neue Märkte zu öffnen. Bei entsprechendem Investitionen bleibt natürlich Luft für Nachhaltigkeit- für die Wäsche, Putzmittel, Pflegemittel, Geschirr u.s.w……
Überzeugend ist es aus meiner Sicht nicht.
Vielleicht ist es aber auch so, dass der neue Kundenkreis mit einfacher Unterbringung ohne Pool und Heizung und den in den Tourismushochburgen überwiegend geschlossenen Tavernen trotzdem zufrieden ist. Das wäre schön und auch zumindest ein wenig nachhaltig.