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Thema: Die Schultes wollen weg - Auswandern mit Kind (Fragen über Fragen)

  1. #1
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    Standard Die Schultes wollen weg - Auswandern mit Kind (Fragen über Fragen)

    Hallo ihr Lieben,

    wie unser Benutzername schon sagt: Wir sind die Schulte's und wollen weg!
    Wir sind eine kleine Familie, wohnhaft im Osnabrücker Landkreis, bestehend aus Mama Caro (34), Papa Daniel (42) und dem kleinen Sohnemann (13 Monate alt).

    Vor der Geburt unseres Sohnes im letzen Jahr waren mein Mann und ich absolute Kreta Fans. Wir sind immer auf eigene Faust in AirBnBs und mit Mietwagen unterwegs und konnten dadurch das echte Leben auf Kreta kennenlernen. Und wir haben uns in diese Insel und die Menschen dort absolut verliebt. Es war bei uns ein wenig unsicher, ob wir jemand Kinder bekommen - wir haben uns im Juni 2024 in Agios Nikolaos geschworen, dass wenn wir in den nächsten zwei Jahren kein Kind bekommen, wir nach Kreta auswandern. Tja... und am vorletzten Urlaubstag waren dann unsere Pläne erstmal durchkreuzt, denn der Kretanische Schwangerschaftstest (gekauft in Heraklion) zeigte zwei blaue Streifen. Somit hatten wir erstmal eine andere Aufgabe vor uns. :)

    Nun sind wir schon 1 Jahr in Elternzeit mit unserem kleinen Sonnenschein und stellen uns immer mehr die Frage, ob das aktuelle Deutschland unsere Heimat bleiben soll oder ob wir unserem Sohn ein ganz anderes Leben (eben auf Kreta) schenken sollen.

    Das sind wir: Die Schulte's, die weg wollen. :)
    Natürlich schwirren und total viele Fragen im Kopf herum, die wir für uns noch klären müssen.
    Deswegen haben wir uns hier angemeldet in der Hoffnung hier Antworten und Hilfe und einen guten Austausch zu finden.

    Tja, wo fangen wir also mit unseren Fragen an.
    Der Wunsch nach Kreta auszuwandern wird immer, immer mehr. Gerade die aktuelle politische Lage, die aktuelle Entwicklung in unserer Gesellschaft und die streigenden Preise in Deutschland machen uns unfassbar Gedanken. Wenn wir unseren kleinen Sohn so anschauen, fragen wir uns immer wieder ob es richtig ist, dass er in diesen Strukturen aufwachsen soll oder ob wir alle nicht glücklicher und zufriedener in einem anderen Land wären.
    Da uns Kreta absolut verzaubert hat - das Wetter, das Essen, die herzlichen Menschen, einfach alles, ist für Kreta das absolut Traumziel.

    Wir würden gerne wissen:
    - Wieviel Geld braucht man um mit einer 3-köpfigen Familie gut leben zu können? (Mein Mann und ich haben gut bezahlte Jobs .. wir würden sie aufgrund von Homeoffice sicherlich auch behalten können und würden erstmal keinen neuen Job auf Kreta suchen müssen)
    - Unser größter Sorgenpunkt: Hat jemand Erfahrung mit dem Kretanischen Kindergarten/Schulsystem? Ich habe gelesen, dass es in Heraklion eine internationale Schule gibt. Ist das überhaupt ein Sorgenpunkt? Wie gut sind die Ausbildungen etc. damit unser Sohn auch später einen guten Job bekommt?
    - Wie teuer sind Immobilien in den Regionen Chania, Agios Nikolaos, Rethymno?
    - Wie schnell kann man sich in die Kretanischen Gemeinschaften integrieren? Ist es schwierig als Deutscher Anschluss zu finden?

    Das sind erstmal unsere wichtigsten Fragen.
    Jetzt merke ich gerade, dass die Hürden vielleicht gar nicht so groß sind. Wir sind allerdings absolute Sicherheitsmenschen (oder vielleicht einfach nur Schisser) ..
    Ich hoffe, dass jemand sich meldet und uns ein wenig die Sorgen und Ängste nehmen kann. Es ist ein großer Schritt für uns.


    Liebe Grüße und schönen Abend,
    Caro

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von DieSchultesWollenWeg Beitrag anzeigen
    ...
    Der Wunsch nach Kreta auszuwandern wird immer, immer mehr. Gerade die aktuelle politische Lage, die aktuelle Entwicklung in unserer Gesellschaft und die streigenden Preise in Deutschland machen uns unfassbar Gedanken. Wenn wir unseren kleinen Sohn so anschauen, fragen wir uns immer wieder ob es richtig ist, dass er in diesen Strukturen aufwachsen soll oder ob wir alle nicht glücklicher und zufriedener in einem anderen Land wären.
    ...
    Warum glaubt ihr das? Was ist der Unterschied in den Strukturen?

    Mir stellen sich viele Fragen.
    Die Frage mit wieviel Geld ihr auf Kreta gut leben könnt, ist relativ. Was ist für euch "gut leben"?
    Könnt ihr Griechisch lesen und sprechen oder sogar schreiben?
    Bei mehr als 183 Tagen Aufenthalt im Jahr, seid ihr dort steuerpflichtig. Kennt ihr das griechische Steuersystem? Bei der Einkommensteuer gibt es keine riesigen Freibeträge wie bei uns.
    Was ist mit einer Krankenversicherung? Bei Auswanderung gibt es nicht mehr die deutsche KV.
    Der griechische Mindestlohn ist 5,60€.

    Ich würde an eurer Stelle erst einmal mehrere Monate Aufenthalt auf Kreta planen.
    MfG Günt(ohne h)er
    εν οίδα ότι ουδέν οίδα (Σωκράτης)


  3. #3
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    Erstmal willkommen auf den Seite und vielleicht wirklich irgendwann auf Kreta.
    Und um Günter zu zitiieren - auch mir stellen sich viele Fragen.
    Da ich davon ausgehe, dass Euer Entschluss steht und Ihr schnellstmöglich Fakten schaffen wollt:
    Σιγά σιγά! So sagt man hier: Macht langsam!
    Hinsetzen, nachdenken, planen!
    Dann wird es funktionieren.

    Was braucht ihr dringend?
    Unterkunft! (Parallel, aber das kommt erst in der 2. Planungsphase: Steuernummer, Bankverbindung Telefon. Sonst läuft hier gar nichts.)

    Vorschlag in aller Kürze und Effizienz: Kommt her und macht Urlaub!
    Also, Arbeitsurlaub.
    Sucht Euch eine Gegend, wo Ihr wohnen wollt.
    Ihr könnt ja schon im Vorfeld Kontakt zu Maklern suchen. Viele sprechen Deutsch.
    Vorschläge/Angebote für eine Unterkunft suchen - Miete oder Kauf. Erst mal anschauen.
    Rechtsanwalt suchen (ist nicht schwer und macht vieles leichter!)
    Absichern, dass Ihr erstmal auf Jahre hinaus online arbeiten könnt.
    Fangt an, Griechisch zu lernen. Volkshochschule, online, wie auch immer.

    Und dann solltet Ihr vielleicht auch nicht gleich ganz umziehen - Zitat Günter: je ein halbes Jahr - 183 Tage erst mal hier leben, dann zurück.
    (Die Tage müssen nicht am Stück genommen werden. Wochen, monatsweise geht auch. Und - kontrolliert eh keiner!)

    Was Euer Kind betrifft - es würde 2-sprachig aufwachsen. Es gibt Kindergärten und sie sind gut.
    Aber anders als (west-) deutsche Kitas. Eher so wie damals die ostdeutschen Kitas: Die Kinder werden geliebt und umsorgt,
    aber es werden auch Forderungen an die Kinder gestellt: Disziplin, Konzentration, Gemeinschaft, Lernen...
    (Ich hatte, arbeitsbedingt, eine Kita besucht, in der die Kinder täglich eine halbe Stunde Englisch gelernt haben.
    Mit Begeisterung!)

    Was dann die spätere Ausbildung betrifft: GR ist nicht die 3. Welt!
    Es gibt Unis, Berufschulen und wie überall: wer ein Ziel hat und kämpft, kommt voran!

    Vielleicht erst mal soviel.
    Die anderen im Forum sollten auch Chancen für Vorschläge haben.

    Gruß!
    Ralf

  4. #4
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    Standard

    Hallo Caro,
    von mir auch ein herzliches Willkommen hier im Forum!
    Ich möchte Dir sagen, wenn es euer Wunsch ist, dann macht es. Meine Frau und ich sind genau Heute vor 2 Jahre nach Kreta ausgewandert, ich war vorher nie auf der Insel und habe es bis Heute nicht bereut. Natürlich ist unsere Situation eine ganz Andere als bei euch, wir sind Rentner und haben keine kleine Kinder mehr. Manche Dinge sind schon eine Herausforderung, aber irgendwie hat doch Alles funktioniert.
    Du wirst hier im Forum immer wieder verschiedene Antworten auf Deine Fragen bekommen, deswegen empfehle ich euch auch, nimmt euch die Zeit und kommt auf die Insel, sucht euch einen deutsch sprechenden Rechtsanwalt, der euch bei euren Fragen seriös beraten kann. In Chania gibt es einen, in Rethymno gibt es auch eine sehr gute Rechtsanwältin und ich denke in Heraklion auch. Macht euch ein Liste zum abarbeiten. Ihr seit ja noch nicht Ferienabhängig, also könnt ihr euch die Zeit aussuchen um zu kommen.
    Die Frage nach den Lebensunterhaltskosten ist wirklich nicht zu beantworten, geht einfach mal auf die Wochenmärkte und in verschiedene Supermärkte und schaut euch die Preise an. Auch bei den Immobilien kommt es natürlich auf verschiedene Faktoren an. Es gibt einige Makler in Deutschland, die mit hiesigen Maklern zusammenarbeiten, einfach mal stöbern und schauen was der Markt so hergibt.
    Für manche Dinge hier braucht man eine Apostille, das kann euch auch der Rechtsanwalt sagen, denn es ist wesentlich einfacher und auch günstiger, die vorher einzuholen.
    Internationale Schule gibt es auch in Rethymno, ich finde es toll, wenn ein Kind mindestens dreisprachig aufwächst.
    Wenn ihr im Homeoffice arbeitet, seit ihr wahrscheinlich bei einem deutschen Arbeitgeber angestellt, das heißt ihr seit erst mal weiter in Deutschland krankenversichert, dann braucht ihr hier erst mal die griechische Sozialversicherungsnummer, dann arbeiten die Krankenkassen zusammen.
    Also nochmal, zieht euer Ding durch, denn nichts ist schlimmer, als in 20 Jahre zu sagen, hätten wir es Damals gemacht.
    Wenn Du magst, kannst Du mir gerne per PN eine Nachricht schicken und wir können uns gerne mal am Telefon austauschen.
    Ganz liebe Grüße von der Sonneninsel (wenn`s auch gerade sehr viel regnet)
    Micha

  5. #5
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    Zitat Zitat von Sonnenschein Beitrag anzeigen
    ...
    Wenn ihr im Homeoffice arbeitet, seit ihr wahrscheinlich bei einem deutschen Arbeitgeber angestellt, das heißt ihr seit erst mal weiter in Deutschland krankenversichert...
    Bei Rentnern stimmt das, wenn sie nicht zusätzlich eine griechische Rente beziehen. Sonst gilt wieder die Regel mit den 183 Tagen.
    Für Arbeitnehmer sieht es ganz anders aus. Sie müssen vom Arbeitgeber entsendet und angemeldet werden. Die Tätigkeit muss von vorne herein zeitlich befristet sein.
    https://www.tk.de/firmenkunden/versi...endung-2034942
    MfG Günt(ohne h)er
    εν οίδα ότι ουδέν οίδα (Σωκράτης)


  6. #6
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    Standard Die Schultes wollen weg - Auswandern mit Kind (Fragen über Fragen)

    Zitat Zitat von DieSchultesWollenWeg Beitrag anzeigen
    Der Wunsch nach Kreta auszuwandern wird immer, immer mehr. Gerade die aktuelle politische Lage, die aktuelle Entwicklung in unserer Gesellschaft und die streigenden Preise in Deutschland machen uns unfassbar Gedanken. Wenn wir unseren kleinen Sohn so anschauen, fragen wir uns immer wieder ob es richtig ist, dass er in diesen Strukturen aufwachsen soll oder ob wir alle nicht glücklicher und zufriedener in einem anderen Land wären.
    Da uns Kreta absolut verzaubert hat - das Wetter, das Essen, die herzlichen Menschen, einfach alles, ist für Kreta das absolut Traumziel.
    Was stört euch denn so sehr in D, und warum glaubt ihr, dass auf Kreta alles besser sei?
    So naiv zu glauben, dass „das Wetter, das Essen und die herzlichen Menschen“ auch außerhalb des Urlaubs immer so wären, kann frau und man eigentlich nicht sein. Erst recht nicht als „Sicherheitsmenschen“, wie ihr euch selber definiert.
    Also unbedingt mal unverbindlich ausprobieren und ein paar Monate (über den Winter!) dort bleiben.

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