Als wir die letzten Male dort waren haben wir gemerkt, dass es unserem Herz dort einfach besser geht. Vielleicht meinte ich gar nicht die Struktur (denn auch dort muss man Arbeiten, zur Schule gehen, Einkaufen, etc.), sondern eher die Kultur. Das Leben findet draußen statt, die Menschen sind entspannter, es ist entschleunigt, offener und gefühlt herzlicher. Niemand baut sich dort ein Einfamilienhaus, umrandet es mit einem Sichtschutz und kennt seine Nachbarn nicht. Wir sind sehr offene Menschen und mögen auch so das Prinzip der "open doors".
Wir hatten das Gefühl, dass die Menschen auf Kreta sehr viel positiver dem Leben entgegen stehen (zumindest diejenigen, die wir kennengelernt haben) auch wenn sie mal nicht so einfache Zeiten durchmachen. Sie scheinen dankbarer und zufriedener zu sein. Und dadurch wurden wir sehr angesteckt, weil wir auch sehr positive Menschen sind und uns mit der Mentalität dort sehr wohlgefühlt haben.
"Gut Leben" heißt, dass man ausreichend Geld für gute und qualitativ hochwertige Lebensmittel hat, eine schöne Wohnung/Haus (die Größe und Lage müsste man natürlich nochmal schauen - da habe ich mir bis jetzt nicht ausreichend Gedanken gemacht. Wir brauchen auf jeden Fall keine "repräsentative" Villa mit Pool und Schnick Schnack).
Griechisch sprechen / lesen / schreiben - Leider nein. Dies müssten wir komplett neu lernen. Ist für uns auf jeden Fall ein Bauchschmerz Thema. Unser Sohn würde vermutlich schnell reinkommen, aber ich habe ein Störgefühl dabei, wenn ich meinem Sohn nicht bei den Hausaufgaben helfen könnte, weil ich die Sprache nicht spreche.
Das Steuersystem ist mir noch nicht bekannt. Wir würden allerdings unsere deutschen Jobs behalten. Da muss ich mich noch mit beschäftigen. Auch, wie es dann mit der Krankenversicherung wäre.
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Hallo Ralf,
ganz lieben Dank für deine Anregungen und Ideen!
Wir planen tatsächlich gerade unseren Aufenthalt im Oktober auf Kreta. Ich bin flexibel, da ich noch in Elternzeit bin, und mein Mann muss sein "Homeoffice aus dem Ausland" noch durchkriegen.
Du nimmst mir tatsächlich ein wenig die Sorge mit meinem Sohn. Du hast Recht, dass er 2-sprachig aufwachsen würde (bin ich tatsächlich auch und für mich war es nie ein Problem).
Die Sprache ist für meine Mann und mich allerdings trotzdem die größte Hürde. Wir würden sehr sehr gerne griechisch sprechen können um auch wirklich dort ankommen zu können und viele Kontakte zu knüpfen. Wir haben nur Sorge, dass uns das nicht mehr so leicht fallen wird :D (weil wir schon so "alt" sind).
Ich denke, ich werde mal nach einem Kurs suchen (gar nicht so einfach vor Ort - eher online vermutlich).





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